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UniFi OS 5.1.35: Ubiquiti stopft kritische Linux-Kernel-Lücke CVE-2026-98432

UniFi Dream Machine Pro von Ubiquiti
Bild: Ubiquiti

Kurz und schmerzlos: Ubiquiti hat am 3. November UniFi OS 5.1.35 verteilt, und die Release Notes passen auf einen Bierdeckel. Einziger Punkt: „Fixed the security vulnerability tracked as CVE-2026-98432.“ Klingt unspektakulär, ist es aber nicht. Die Lücke steckt im Linux-Kernel und hat vom Kernel-CVE-Team 9,8 von 10 Punkten bekommen. Wenn dein Router also gerade ein Update anbietet: Das ist keins zum Wegklicken.

🔓 Was hinter CVE-2026-98432 steckt

Der Fehler sitzt nicht in Ubiquitis eigener Software, sondern im Linux-Kernel darunter, genauer im Aufbau von IPv4-TCP-Verbindungen. Bei einer Race Condition kann der Kernel Speicher lesen, den er schon freigegeben hat (Use-after-free). Betroffen sind laut BleepingComputer Kernel bis zurück zu Version 4.4, also so ziemlich alles, was Linux im Bauch hat.

Bei der Einstufung sind sich die Fachleute uneinig: Red Hat sieht vor allem Absturzgefahr und vergibt nur 5,9 Punkte, weil die Ausnutzung kompliziert ist. Forscher von Anthropic haben aber gezeigt, dass sich daraus auf Servern mit Multipath-TCP-Listener (MPTCP) eine Fernsteuerung mit Root-Rechten basteln lässt, ganz ohne Anmeldung. Laut Kernel-Advisory lässt sich der Fehler auch über normales TCP auslösen; Code-Ausführung ist dort bisher nicht öffentlich gezeigt. Angriffe in freier Wildbahn sind bislang nicht bekannt.


🛠️ Wer das Update bekommt

Ubiquiti hat 5.1.35 gleich in drei Release-Kanälen veröffentlicht: Dream Machines, Cloud Gateways und Enterprise Firewalls. Gemeint sind also die Konsolen und Gateways, nicht deine Access Points oder Switches, die bekommen eigene Firmware. Mit dabei sind unverändert UniFi Network 10.5.67 und Identity Sync Service 1.8.8, neue Funktionen gibt es keine.

UniFi Cloud Gateway Ultra von Ubiquiti
Bild: Ubiquiti

Zwei Haken: Ubiquiti führt die Version noch als Release Candidate und verteilt sie schrittweise. Wenn deine Konsole noch nichts anbietet, ist sie also nicht kaputt, sondern einfach noch nicht dran. Ungeduldige können in den Release-Kanälen nachschauen; wer auf den offiziellen Rollout wartet, kommt in den nächsten Tagen zum Zug. Kleiner Bonus-Fakt aus der Ubiquiti-Community: Auf manchen Konsolen ist MPTCP gar nicht im Kernel aktiviert. Der Fehler selbst steckt aber im normalen TCP-Code, deshalb trotzdem updaten.

🏠 Und was heißt das für Home Assistant?

Dein Router ist nicht das einzige Linux-Gerät im Haus, auf dem Home Assistant OS läuft auch eins. Gute Nachricht: Die HA-Leute waren fix. Home Assistant OS 18.4 vom 27. Oktober bringt Kernel 6.18.58 und damit den Fix für alle Boards außer Raspberry Pi und Home Assistant Yellow. Für die beiden gibt es seit dem 3. November 18.5.rc1 mit Kernel 6.18.59, die finale 18.5 sollte bald folgen. Laut den Entwicklern sollten vor allem Leute updaten, die ihren Raspberry Pi direkt ins Internet hängen oder in fremden Netzen betreiben.

Was du daraus mitnimmst: Router und HA-Server gleichermaßen aktuell halten, und keine Ports wild ins Internet aufmachen. Wie du von unterwegs sicher auf Home Assistant kommst, ohne ein Scheunentor zu öffnen, steht in meiner Anleitung zum Home Assistant Fernzugriff. Wer UniFi-Fernzugriff und HA kombinieren will, findet in der Community den Thread Remote Access (UniFi).

📰 Quellen: Ubiquiti Release Notes UniFi OS 5.1.35, SmarthomeAssistent, BleepingComputer


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Der Kopf hinter dem YouTube-Kanal simon42. Schreibt hier ehrlich und leidenschaftlich über Smart Home und Technik Themen, denn das Zuhause wurde bereits von Sprachassistenten übernommen und die Kontrolle abgegeben 😁

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