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Einsteiger Guide für Home Assistant

HA Housekeeper: Home Assistant aufräumen, ohne etwas kaputtzumachen

Jede Home-Assistant-Installation hat sie: Entitäten von Geräten, die längst im Elektroschrott liegen, Automationen, die auf umbenannte Sensoren zeigen, und Dashboard-Karten voller gelber Warnungen. Aufräumen wäre schön, wenn man nur wüsste, was beim Löschen alles mit umfällt. Genau dafür gibt es jetzt HA Housekeeper, eine neue Custom Integration, die erst analysiert und nur auf ausdrückliches Kommando etwas anfasst.

HA Housekeeper Übersicht mit Befunden zur Home-Assistant-Installation
Bild: HA Housekeeper (GitHub)

Was Housekeeper macht

  • Inventar mit Begründung: Entitäten, Geräte, Integrationen, Bereiche und Automationen an einem Ort, jeweils eingeordnet als aktiv, nicht verfügbar, deaktiviert oder verwaist, inklusive Grund.
  • Befunde nach Wichtigkeit: kaputte Verweise, verwaiste und lange nicht verfügbare Entitäten, mögliche Duplikate, ungenutzte Automationen und schwache Batterien, sortiert danach, wie viel daran hängt.
  • Abhängigkeiten: Für jede Entität, jedes Gerät und jede Automation zeigt Housekeeper, womit sie verbunden ist und was beim Entfernen kaputtginge. Für fehlende Entitäten schlägt es ähnlich benannte als Ersatz vor.
  • Wartungsansichten: Batterien, Zuverlässigkeit von Integrationen, Recorder-Last, Backups, HACS-Repositories und was nach einem Update nicht mehr läuft.
HA Housekeeper zeigt den Abhängigkeitspfad einer Entität
Bild: HA Housekeeper (GitHub)

Aufräumen mit Sicherheitsgurt

Das Spannende ist weniger, was Housekeeper findet, sondern wie es aufräumt. Neue Installationen starten im Schutzmodus „nur lesen“. Wer mehr erlaubt, baut einen Plan, sieht eine Vorschau und bestätigt ihn ausdrücklich, je nach Aktion mit Backup vorab. Entitäten wandern zuerst in Quarantäne (deaktiviert, Verlauf und Statistiken bleiben), endgültig entfernen lässt sie sich laut Doku frühestens nach 14 Tagen. Die meisten Schritte kann man im Journal rückgängig machen. Kritisches wie Schlösser, Alarmanlagen, Rauchmelder und Garagentore verlangt eine zusätzliche Bestätigung, Integrationen und Hubs fasst Housekeeper gar nicht an. Klingt nach dem Kollegen, der vor dem Ausmisten erstmal alles fotografiert. In diesem Fall genau richtig.

Bisher war für solche Aufräumaktionen vor allem Spook der Tipp, das unter anderem verwaiste Entitäten und kaputte Verweise als Reparaturhinweise meldet. Housekeeper geht einen Schritt weiter mit eigener Oberfläche, Abhängigkeitsgraph und geführtem Aufräumen. Der Entwickler hat das Projekt auch bei uns in der Community vorgestellt, dort gibt es schon fast 50 Beiträge mit Fragen, Fehlermeldungen und schnellen Fixes. Wer sich vorher erst mal theoretisch einlesen will: Im Thread überflüssige Entitäten und Helfer loswerden sammeln sich weitere Wege.


Installation und Einordnung

Housekeeper kommt über HACS als benutzerdefiniertes Repository (https://github.com/bertel2020/HA-Housekeeper, Kategorie Integration) und braucht Home Assistant ab 2026.8. Nach dem Download und Neustart die Integration unter Einstellungen → Geräte & Dienste hinzufügen, sonst erscheint kein Menüpunkt. Das Panel ist nur für Administratoren sichtbar.

Ausprobiert haben wir es nicht, die Einordnung beruht auf README, Releases und Community: Das Projekt ist erst am 7. Oktober 2026 gestartet, steht aber schon bei Version 1.13 mit rund 26 Releases. Eine Beta von 2.0 mit neuer Führung durchs Aufräumen ist seit heute zum Testen da. Rund 150 Sterne, wenige offene Issues und ein Entwickler, der Fehler aus der Community oft innerhalb von Tagen behebt, sprechen für das Projekt. Trotzdem gilt, was auch die Doku selbst sagt: Vor jedem Aufräumen ein Backup machen. Das Tempo ist hoch, und beim Löschen ist „hoppla“ ein schlechtes Wort. Projekt und Doku (auch auf Deutsch): github.com/bertel2020/HA-Housekeeper.

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Gründer von simon42. Schreibt hier ehrlich und leidenschaftlich über Smart Home und Technik Themen, denn das Zuhause wurde bereits von Sprachassistenten übernommen und die Kontrolle abgegeben 😁

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