FRITZ! verteilt sein großes Herbst-Update weiter: Seit dem 3. November gibt es FRITZ!OS 8.51 als finales Update für eine ganze Reihe weiterer FRITZ!Boxen und den FRITZ!Repeater 6000, wie ComputerBase meldet. Inhaltlich ist es das FRITZ!OS 8.50, das Ende September auf der FRITZ!Box 7690 gestartet ist: DNS-Filter, automatische Priorisierung, Smart Check und neue Smart-Home-Routinen. Dazu kommt eine kleine Änderung, über die Home-Assistant-Nutzer stolpern können.
Diese Geräte bekommen FRITZ!OS 8.51
Laut den Release-Notes auf dem Download-Server von FRITZ! (Stand 6. November):
- FRITZ!Box 5690 XGS*
- FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90*
- FRITZ!Box 7630*
- FRITZ!Box 7632*
- FRITZ!Box 6690 Cable*
- FRITZ!Box 6670 Cable*
- FRITZ!Box 4690*
- FRITZ!Box 4630*
- FRITZ!Box 4050*
- FRITZ!Repeater 6000*
Mit aktiviertem Auto-Update kommt die neue Version in den nächsten Tagen von selbst. Wer nicht warten will, startet das Update unter „System“ > „Update“ in der Oberfläche der Box oder holt sich die Datei vom Download-Server von FRITZ!. Die FRITZ!Box 5690 und 7530 AX haben seit Oktober FRITZ!OS 8.50. Für die 5690 Pro und die 7590 AX steht auf dem Server dagegen noch FRITZ!OS 8.25, die Besitzer brauchen also noch etwas Geduld.
Das ist neu
Der Umfang hängt etwas vom Modell ab: Der FRITZ!Box 4050 fehlt laut Release-Notes der DNS-Filter, und der FRITZ!Repeater 6000 bekommt naturgemäß nur einen Teil davon. Die wichtigsten Punkte:
- DNS-Filter: Die FRITZ!Box liest gängige Sperrlisten ein und blockiert Werbung, Tracker, Phishing und Malware für alle Geräte im Heim- und Gastnetz, auch fürs Smart-TV, das sonst fröhlich nach Hause telefoniert.
- Automatische Priorisierung: Videokonferenzen und Online-Spiele erkennt die Box selbst und bevorzugt sie. Welches Gerät gerade profitiert, ist bis zu 24 Stunden rückwirkend sichtbar.
- Smart Check: Die MyFRITZ!App prüft Internet, WLAN, Telefonie, Smart Home und Sicherheit und gibt Tipps, etwa zu einem Repeater, der nicht richtig im Mesh hängt.
- WireGuard: VPN-Verbindungen gehen jetzt auch ohne MyFRITZ!- oder DynDNS-Adresse, dazu gibt es einen Kill-Switch und eine einstellbare MTU.
- Einfacher Modus fürs FRITZ!Fon: große Vereinfachung samt SOS-Ruf an bis zu vier Notfallkontakte. Ideal für Oma, oder für alle, die nach dem dritten Untermenü aufgeben.
Neu im FRITZ!-Smart-Home
Zwei Neuerungen betreffen das Smart Home. Die FRITZ!Smart Energy 200* und die FRITZ!DECT 210 (jetzt Smart Energy 210)* schalten auf Wunsch ab, wenn ein Gerät länger als eine festgelegte Zeit mehr als eine festgelegte Leistung zieht. Praktisch für den Heizlüfter im Hobbyraum. Außerdem können Routinen jetzt mehrere Auslöser verknüpfen, zum Beispiel Zonen aus der FRITZ!App Smart Home: Die „Haus verlassen“-Routine startet dann erst, wenn das letzte Smartphone weg ist. Bei der 5690 XGS stellen die Release-Notes zusätzlich Helligkeitswerte im Matter-Netzwerk bereit, allerdings mit dem Zusatz „nur FRITZ!Smart Gateway“.
Wer seine FRITZ!-Geräte über die FRITZ!SmartHome-Integration in Home Assistant steuert, braucht das alles nicht unbedingt: Abschaltregeln und „Alle weg“-Logik baut man dort ohnehin mit Automationen, und zwar mit allen Geräten im Haus statt nur den FRITZ!-eigenen. Für Haushalte ohne eigene Zentrale werden die FRITZ!Box-Routinen aber deutlich brauchbarer.
Achtung: „fritz.box“ wird nicht mehr per DHCP verteilt
Jetzt der Teil für Bastler. In den Release-Notes steht eine Änderung, die leicht untergeht: Die FRITZ!Box verteilt das DNS-Suffix „fritz.box“ standardmäßig nicht mehr per DHCP. Fragt ein Gerät nach einem kurzen Namen ohne Endung, hängt es also nicht mehr automatisch „.fritz.box“ an. Wer Home Assistant, einen Drucker oder ein ESPHome-Gerät bisher mit dem nackten Hostnamen anspricht (etwa http://homeassistant:8123), kann nach dem Update vor einer Fehlermeldung stehen.
Der Ausweg ist schnell gemacht: Entweder stellt man auf die IP-Adresse oder auf homeassistant.local um, oder man holt das alte Verhalten zurück unter „Heimnetz“ > „Netzwerk“ > „Netzwerkeinstellungen“ > „Erweiterte Netzwerkeinstellungen“ > „IPv4“ > „DHCP“. Generell lohnt nach einem FRITZ!OS-Sprung ein kurzer Blick, ob in Home Assistant noch alles ankommt. Bei FRITZ!OS 8.25 gab es einige Probleme mit Smart-Home-Geräten.
DNS-Filter statt AdGuard Home?
Viele Home-Assistant-Nutzer blocken Werbung bisher mit dem AdGuard-Home- oder Pi-hole-Add-on. Der neue DNS-Filter der FRITZ!Box erledigt das Grundprinzip jetzt ohne zusätzlichen Dienst und läuft auch dann weiter, wenn Home Assistant gerade neu startet. Ob er an den Komfort von AdGuard herankommt, also Abfrage-Log, Statistiken und Ausnahmen pro Gerät, muss sich im Alltag zeigen. Wer beides kombinieren will, findet in der Community einen Thread zu AdGuard Home und der FRITZ!Box.
Quelle: Release-Notes FRITZ!OS 8.51 (FRITZ!Box 7630), Pressemitteilung von FRITZ! zu FRITZ!OS 8.50, ComputerBase
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