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Einsteiger Guide für Home Assistant

SmartThings-API wird kostenpflichtig: Was Home-Assistant-Nutzer bis 15. Dezember tun sollten

Samsung dreht den Geldhahn auf, nur andersherum: Seit heute, dem 4. November 2026, ist die Cloud-API von SmartThings nicht mehr gratis. Wer ohne Bezahltarif dasteht, kann scheinbar keine neuen API-Apps mehr anlegen oder bestehende bearbeiten. Ab dem 15. Dezember wird es ernst: Dann können unbezahlte Zugänge eingeschränkt, pausiert oder ganz abgeschaltet werden. Das steht in Samsungs Mitteilung vom 30. Oktober, gefunden haben wir das Thema bei SmarthomeAssistent.

💸 Was kostet, was bleibt gratis

Die gute Nachricht zuerst: Die SmartThings-App, Routinen und Szenen in der App, lokale Edge-Treiber und Matter-Geräte bleiben kostenlos. Zahlen müssen Firmen und alle, die SmartThings über eine eigene OAuth-App an andere Systeme anbinden, also an Dashboards, Skripte oder „externe Automationsplattformen“. Samsung umschreibt damit ziemlich genau Home Assistant, ohne den Namen auszusprechen.

Für Privatleute gibt es den neuen Developer Plan: ein fester Monatspreis pro Entwicklerkonto, bis zu 100.000 Cloud-Aufrufe im Monat und bis zu 10 aktive App-Installationen. Als Bonus gibt es Echtzeit-Events per Server-Sent Events statt ständigem Nachfragen. Den Preis nennt die aktuelle Mitteilung nicht. Im Juni war von 4,99 US-Dollar im Monat die Rede, Samsung behält sich Änderungen aber ausdrücklich vor. Dazu kommt ein Haken: Der Developer Plan startet nur in ausgewählten Ländern, welche das sind, will Samsung erst noch verraten. Die Fristen gelten trotzdem für alle, auch dort, wo man gar nicht buchen kann. Nennen wir es mutig.


🏠 Was das für Home Assistant heißt

Die SmartThings-Integration in Home Assistant spricht mit Samsungs Cloud, auch wenn der Server bei euch im Keller steht. Lokal ist daran nichts. Die offizielle Doku warnt deshalb schon seit dem Sommer: Wer die Integration nutzt, muss entweder Samsungs Bezahltarif abschließen oder seine Geräte umziehen. Dort steht allerdings noch der alte Stand (Oktober, 4,99 US-Dollar), die Fristen aus Samsungs neuer Mitteilung sind maßgeblich.

Ganz geklärt ist eine Frage noch nicht: Samsungs Regeln treffen den Besitzer der jeweiligen API-App. Die Home-Assistant-Integration meldet sich über die Kontoverknüpfung von Nabu Casa bei SmartThings an. Ob am Ende jeder Nutzer selbst zahlen muss oder ob es eine Lösung über Home Assistant gibt, dazu haben Home Assistant und Nabu Casa bislang nichts Neues gesagt. Bis zum 15. Dezember läuft eure bestehende Integration jedenfalls weiter. Die Zeit lohnt sich zum Aufräumen.

🚪 Wege raus aus der Cloud

  • Zigbee-Geräte am SmartThings-Hub lassen sich direkt an Home Assistant anlernen, etwa mit dem Home Assistant Connect ZBT-2*. Wie das geht, steht in meinem Zigbee-Guide.
  • Z-Wave-Geräte wandern ebenso an einen eigenen Stick, zum Beispiel den Home Assistant Connect ZWA-2*.
  • Matter-Geräte könnt ihr per Multi-Admin parallel in SmartThings und Home Assistant betreiben, ohne sie aus SmartThings zu entfernen. Der Funktionsumfang über Matter kann aber kleiner sein als bei der Hersteller-Anbindung.
  • Samsung-Hausgeräte wie Waschmaschine, Fernseher oder Klimaanlage sind der Knackpunkt. Viele sprechen nur über die Cloud, eine offizielle lokale Alternative gibt es für die meisten nicht.

Mein Tipp: Schaut erst mal in Home Assistant nach, welche Geräte überhaupt an der SmartThings-Integration hängen. Ist es nur die Waschmaschine, die „fertig“ meldet, reicht vielleicht ein Stromzähler-Zwischenstecker. Hängt das halbe Haus dran, plant den Umzug lieber vor Mitte Dezember als in der Weihnachtswoche. Wie andere das lösen, diskutiert die Community schon im Thread Alternativen zu SmartThings?.


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Der Kopf hinter dem YouTube-Kanal simon42. Schreibt hier ehrlich und leidenschaftlich über Smart Home und Technik Themen, denn das Zuhause wurde bereits von Sprachassistenten übernommen und die Kontrolle abgegeben 😁

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