FRITZ! (vormals AVM) hat seiner Steckdosen-Familie eine Diät verordnet: Die neue FRITZ!Smart Energy 201 ist deutlich kompakter als die bekannte Smart Energy 200 alias FRITZ!DECT 200, schaltet trotzdem bis zu 3.680 Watt und zieht selbst weniger als 0,2 Watt. Die Steckdose ist seit dem 2. November für 49 Euro (UVP) im Handel, zuerst berichtet hatte Golem.
Was die Smart Energy 201 kann
- Last: bis 16 A bzw. 3.680 W (die Smart Energy 200 schafft laut FRITZ! 2.300 W)
- Eigenverbrauch: unter 0,2 W
- Funk: DECT zur FRITZ!Box, ab Werk verschlüsselt, kein WLAN nötig
- Messung: Leistung, Spannung, Strom und Verbrauch in kWh, Euro und CO₂
- Bedienung: eine einzige Taste mit LED
- Maße: 59 × 72 × 73 mm (ohne Stecker 59 × 36 × 73 mm), 110 g
Durch die schmalere Bauform soll sie in Steckdosenleisten nicht mehr den Nachbarplatz blockieren. Wer seine Leiste bisher nach dem Tetris-Prinzip bestückt hat, darf aufatmen.

Der Haken: Thermometer ade
Bei der FRITZ!Smart Energy 200* führt FRITZ! einen eingebauten Temperatursensor auf, den viele als Temperaturgeber für die FRITZ!-Heizkörperregler nutzen. In den technischen Daten der 201 taucht er nicht mehr auf, wie auch Golem bemerkt hat. Wer die Steckdose also als heimliches Raumthermometer eingeplant hatte, sollte beim Vorgänger bleiben. Den gibt es im FRITZ!-Shop gerade im Abverkauf für 29,99 statt 39,99 Euro.
Und Home Assistant?
FRITZ!-Steckdosen landen in Home Assistant über die FRITZ!SmartHome-Integration, die direkt mit der FRITZ!Box spricht. Die Smart Energy 201 steht dort noch nicht in der Liste der getesteten Geräte. Da die Integration Geräte über die Fähigkeiten erkennt, die die FRITZ!Box meldet (Schalter, Leistungsmesser), dürfte sie wie die 200 als Schalter mit Leistungs- und Energiesensor auftauchen. Bestätigt ist das aber noch nicht; wer sie schon im Einsatz hat, darf gern in der Community berichten. Den Temperatursensor gibt es dann natürlich auch in Home Assistant nicht mehr.
Die Verbrauchswerte lassen sich danach wie gewohnt ins Energie-Dashboard von Home Assistant übernehmen. Ein bekannter Stolperstein aus der Community: Bei einem Neustart der FRITZ!Box springen die Energiezähler der DECT-Steckdosen kurz auf 0, wie dieser Thread zeigt. Und nach FRITZ!OS-Updates lohnt ein Blick, ob noch alle Geräte sauber ankommen, wie bei FRITZ!OS 8.25.
Ein direkter Matter-Funk steckt nicht drin. Über die Matter-Bridge der FRITZ!Box 5690 Pro oder des FRITZ!Smart Gateways lässt sich die Steckdose laut FRITZ! aber an Apple Home, Google Home oder Alexa und damit grundsätzlich auch an Home Assistant weiterreichen. Erfahrungen mit der Matter-Bridge der 5690 Pro sammelt die Community bereits.
Für wen lohnt sie sich?
Wer schon eine FRITZ!Box mit DECT-Basis hat und seine Steckdosen lieber ohne WLAN und ohne zusätzlichen Hub betreibt, bekommt mit der 201 eine schlanke und sparsame Messsteckdose, die jetzt auch den Heizlüfter oder die Waschmaschine verträgt. 49 Euro sind allerdings eine Ansage: Matter- oder Zigbee-Steckdosen mit Verbrauchsmessung gibt es teils für einen Bruchteil davon. Der Vorteil von FRITZ! liegt in der Reichweite von DECT und darin, dass alles ohne weitere Zentrale an der Box hängt. Zur FRITZ!Smart Energy 201 bei Amazon*
Quelle: Pressemitteilung von FRITZ!, Golem.de
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