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Einsteiger Guide für Home Assistant

Smarte Bewässerung im Überblick: WLAN, Matter & Home Assistant – wirklich so gut wie gedacht?

Wenn die Sommerhitze auf uns zukommt, denken wir darüber nach, wie wir uns das Leben ein wenig leichter machen können. Für viele von uns heißt das: Smart Home auch im Garten.

Eines der beliebtesten Smart-Garden-Geräte ist der Bewässerungscomputer. Aber sind die wirklich so intelligent, wie wir denken? Es stellt sich heraus, dass es bei der Automatisierung deiner Bewässerung viel mehr zu beachten gibt, als nur einen Computer zu kaufen, den Zeitplan festzulegen und die Sache zu vergessen. Vor allem die Frage, wie das Gerät funkt (WLAN, Matter, Zigbee, Bluetooth) und ob es sich in Home Assistant einbinden lässt, entscheidet am Ende mehr als jede App.

Hier bekommst du einen ehrlichen Überblick über die bekanntesten Systeme, mit allen Vor- und Nachteilen, und am Ende meine Antwort auf die Frage im Titel.

Hinweis (Stand Oktober 2026): Ich habe den Überblick aktualisiert. Neu sind die Abschnitte zu WLAN- und Matter-Bewässerungscomputern, zu Zigbee und Bluetooth sowie zur Einbindung in Home Assistant. Außerdem habe ich ein paar Angaben zu Gardena und Eve korrigiert.

Was ist Smart Garden eigentlich?

Was ist Smart Garden

Beim Smart Gardening geht es darum, Technik zu nutzen, um dir die Gartenarbeit leichter zu machen. Ein automatisches Bewässerungssystem kann dir zum Beispiel Zeit sparen und deinen Garten gezielter bewässern.

Viele Geräte lassen sich per Smartphone steuern, sodass du den Garten auch bewässern kannst, während du drinnen dein Mittagessen machst. Auch Mähroboter sind ein typisches Beispiel für den smarten Garten, genau wie steuerbare (LED-)Außenleuchten oder wassergeschützte, smarte Steckdosen für allerhand Geräte. Wie das Ganze in Home Assistant zusammenkommen kann, zeige ich übrigens in meinem Home Assistant Garten Dashboard.


Smarte Bewässerungssysteme im Überblick

Intelligente Bewässerungssysteme sind eine vielversprechende Möglichkeit, Wasser und Zeit zu sparen. Sie lassen sich an die Bedürfnisse deines Gartens anpassen und können die Bewässerung im Idealfall an das aktuelle Wetter anpassen.

Dafür arbeiten sie in der Regel mit Wettervorhersagen oder mit Sensoren, die die Bodenfeuchte messen. Zumindest sieht so das optimale System aus. Wie es in Wirklichkeit aussieht, erfährst du hier 😉

Kurz vorweg: WLAN, Matter, Zigbee oder Bluetooth?

Die meisten Bewässerungscomputer für den Wasserhahn laufen mit Batterien. Dauerhaft im WLAN zu hängen, frisst aber viel Strom. Deshalb funken viele Geräte, die als „WLAN-Bewässerungscomputer“ verkauft werden, in Wahrheit per Bluetooth oder eigenem Funk zu einem kleinen Hub, und erst der Hub hängt im WLAN. Das ist nicht schlimm, du solltest es beim Kauf nur wissen, denn der Hub braucht eine Steckdose in Reichweite.

Und bei Matter? Der Standard kennt einen eigenen Gerätetyp für Wasserventile, und seit Matter 1.5 (November 2025) gibt es auch Bodenfeuchtesensoren, die zusammen mit Matter-Ventilen die Bewässerung steuern sollen. Home Assistant bindet Matter-Wasserventile als Ventil-Entität ein. Im Handel ist davon aber noch wenig angekommen: Erste Matter-zertifizierte Bewässerungsventile stehen zwar in der Datenbank der Connectivity Standards Alliance, bei den bekannten Bewässerungscomputern hierzulande (Gardena, Eve, Rain Bird, Orbit) gibt es Stand Oktober 2026 aber kein natives Matter. Wer heute „Matter“ will, landet meist bei einem Hub, der seine Geräte per Matter-Bridge weitergibt.

Mit Home Assistant fährst du deshalb aktuell am besten mit Geräten, die lokal angebunden werden können: Zigbee, Bluetooth (mit Bluetooth-Proxy), Rain Bird über die offizielle Integration oder gleich selbst gebaut mit ESPHome. Die Übersicht:

SystemFunkHome AssistantMatter
Gardena smart system868 MHz + Gardena Gatewaynur Community-Integration (HACS, Cloud)nein
Gardena Bluetooth-BewässerungssteuerungBluetoothoffizielle Integration, lokalnein
Orbit B-hyveBluetooth + WLAN-HubCommunity-Integration (HACS, Cloud)nicht angegeben
Eve AquaThread + Bluetooth (HomeKit)über die HomeKit-Device-Integrationnein (Stand Oktober 2026)
Rain Bird mit LNK2WLANoffizielle Integration, lokalnicht angegeben
Tuya-Geräte (z. B. RainPoint)WLAN, meist über GatewayTuya-Integration (Cloud), oft eingeschränktnicht angegeben
SONOFF Hydro ONEZigbeeZHA oder Zigbee2MQTT, lokalnur über Matter-Bridge
Eigenbau (ESPHome, Shelly)WLANlokal–

GARDENA smart system

Das GARDENA smart system ist ein vernetztes Gartensystem aus Mährobotern, Bewässerungscomputern, Bodenfeuchtesensoren und einer eigenen Zentrale (GARDENA smart Gateway) mit eigenem Funkstandard (868 MHz).

Für den Wasserhahn gibt es den smart Water Control, der einen einzelnen Ausgang schaltet und mindestens das Gateway braucht. Wer mehrere Bewässerungskreise hat, greift zur smart Irrigation Control: Die steuert bis zu sechs Zonen und ist laut Gardena mit nahezu allen handelsüblichen 24-V-Magnetventilen kompatibel. Sie ist spritzwassergeschützt (IPX4) und lässt sich ebenfalls nur zusammen mit dem Gateway programmieren. Empfehlenswert ist außerdem der Bodenfeuchtesensor GARDENA smart Sensor.

Weil das Gardena-System so groß ist, sind einige Automationen direkt im System möglich. So kannst du z. B. deinen Mähroboter pausieren, wenn die Bewässerung startet.

Natürlich kann man solche Automationen auch über andere Systeme realisieren, aber hier ist es im direkten Vergleich extrem einfach.

Und mit Home Assistant? Eine offizielle Home-Assistant-Integration für das smart system gibt es nicht. Es gibt aber Community-Integrationen über HACS, für die du dir im Husqvarna-Entwicklerportal einen eigenen API-Zugang anlegst. Die laufen über die Cloud, eine lokale Anbindung ans Gateway ist dort erst als Vorschau in Arbeit. Lokal und offiziell funktioniert dagegen die günstigere Gardena-Bluetooth-Reihe, mehr dazu weiter unten.

Pro

  • Es werden Wetterdaten genutzt, um deinen Garten zu bewässern
  • Mit dem Bodenfeuchtesensor wird die Bewässerung bedarfsgerecht gestoppt, wenn der Boden feucht genug ist
  • Gut durchdacht, sehr einfach zu installieren und alles aus einer Hand
  • Mit der smart Irrigation Control auch für mehrere Zonen mit 24-V-Ventilen geeignet
  • Laut Gardena kompatibel mit Apple Home, Google Home und Amazon Alexa
  • Über die Gardena smart App lässt sich alles unter iOS und Android verwalten

Contra

  • Die Wetterfunktion hat Gardena zum Start so beschrieben, dass die Bewässerung erst ab einer bestimmten Regenmenge und -wahrscheinlichkeit ausgesetzt wird. Ist eine Möglichkeit, geht aber besser.
  • Das System ist nicht günstig und ein Lock-in, denn ohne die Gardena-Zentrale geht nichts.
  • Der smart Water Control bedient nur einen Bewässerungskreis. Für mehrere Zonen brauchst du die smart Irrigation Control*, die (natürlich) mehr kostet und Magnetventile samt Kabelverlegung voraussetzt.
  • Kein Matter und keine offizielle Home-Assistant-Integration
  • Keine Ermittlung des Wasserverbrauchs

Fazit

Für alle, die es wirklich einfach haben wollen und kein Home Assistant nutzen, ist das smart system eine der bequemsten Optionen. Mit den Bodenfeuchtesensoren lässt sich auch noch Wasser sparen, und man schont die wertvollste Ressource der Welt.

Ich muss jedoch ehrlich sagen, dass es mir persönlich preislich zu abgehoben ist.

Das heißt aber nicht, dass es für dich nicht die richtige Wahl sein kann. Alles aus einer Hand zu nehmen, kann große Vorteile haben, und eine gute Bewässerungssteuerung hat nun mal ihren Preis. Es ist aber eben nicht die einzige Option 😉

Orbit B-hyve

Homebridge HACS
Wi-Fi Bluetooth
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Zuletzt aktualisiert am 04.11.2026 um 07:02 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Der Orbit B-hyve ist ein Bewässerungscomputer für den Wasserhahn, der per Bluetooth mit einem WLAN-Hub spricht. Er kommt meines Wissens nach aus den USA, was man schon an der holprig übersetzten Amazon-Produktseite merkt. Manuelle Bewässerung geht auch direkt am Timer, also ohne Handy.

Davon abgesehen ist es ein guter Bewässerungscomputer, der die Bewässerungsdauer anhand allerlei Datenpunkten wie Neigung, Bodentyp, Pflanzenart, Sonne/Schatten, historischer ET, Anzahl der Sprinkler und Live-Wetter berechnet. Für den Preis eine wirklich abgefahrene Berechnung der benötigten Wassermenge.

In Home Assistant bekommst du den B-hyve über eine Community-Integration aus HACS. Die läuft über die Orbit-Cloud, du meldest dich also mit deinem B-hyve-Konto an.

Pro

  • Solides Produkt, das schon lange auf dem Markt ist
  • Die Bewässerungsdauer wird anhand sinnvoller Kriterien berechnet
  • Die Wasser-Durchflussmenge wird gemessen
  • Kostenlose App für Android und iOS

Contra

  • Keine sonderlich große Verbreitung in Deutschland
  • Eine schlecht übersetzte App, bei vielen Funktionen merkt man, dass er für die USA konzipiert wurde
  • Viele Nutzer berichten von einem (leichten) Abfall des Wasserdrucks
  • Der Hub braucht eine Steckdose in Reichweite des Ventils und ist nicht wasserfest, gehört also nach drinnen
  • Home Assistant nur über eine Cloud-Integration aus der Community

Fazit

Für Techies oder Sparfüchse, die etwas Neues ausprobieren wollen und Lust haben, sich durch die App zu fuchsen, eine gute Idee. Sonst eher nicht, da es wirklich kompliziert werden kann.

Eve Aqua

Eve Aqua - Smarte HomeKit bewässerung im Test

Der Eve Aqua (zum Test) ist ein guter HomeKit-Bewässerungscomputer. Die aktuelle Generation funkt per Bluetooth und Thread. Er lässt sich so programmieren, dass er zu bestimmten Zeiten und in bestimmten Intervallen bewässert, die Zeitpläne liegen dabei direkt auf dem Gerät. Wetterdaten nutzt er im Standard leider nicht.

Zuletzt aktualisiert am 04.11.2026 um 07:43 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Aber natürlich lässt sich in der Apple Home App das Aussetzen der Bewässerung bei Regen über Kurzbefehle nachbauen.

Für die Steuerung von unterwegs und für Automationen brauchst du einen HomePod oder ein Apple TV als Steuerzentrale. Das ist Apples Smart-Home-System geschuldet und nicht dem Eve Aqua selbst.

Matter? Eve hatte Matter-Updates für seine Thread-Geräte angekündigt und für viele Produkte auch geliefert. Auf der Produktseite des Eve Aqua steht Stand Oktober 2026 aber weiterhin nur Thread, Bluetooth und HomeKit, und auch Nutzer berichten, dass für den Aqua noch kein Matter nachgereicht wurde. Wer ihn mit Android, Google Home oder Alexa nutzen will, kann sich also nicht auf Matter verlassen.

Und mit Home Assistant? Home Assistant kann HomeKit-Geräte mit Thread direkt über die Integration HomeKit Device anlernen. Laut Doku brauchst du dafür einen Thread-Border-Router im selben Netz (z. B. einen HomePod mini oder einen Thread-Stick an Home Assistant) und musst das Gerät zuerst per Bluetooth koppeln. Ventile tauchen dann als Schalter auf, die Laufzeit als Zahlen-Entität.

Pro

  • Sehr bekannte Lösung, die vor allem bei HomeKit-Nutzern berechtigterweise beliebt ist
  • Guter Kundensupport und hochwertige Verarbeitung
  • Kein eigener Hub nötig, Zeitpläne laufen auch ohne Internet
  • Lässt sich lokal in Home Assistant einbinden

Contra

  • Ausgelegt auf Apple-Geräte, die Eve-App gibt es nur für iOS
  • Kein Matter (Stand Oktober 2026)
  • Keine Anpassung der Bewässerungsdauer an die Wetterbedingungen

Fazit

Für Apple- und Home-App-Nutzer die naheliegende Wahl, und mit Home Assistant als Zentrale auch darüber hinaus nutzbar. Android-, Google-Home- und Alexa-Nutzer ohne Home Assistant weichen besser auf Alternativen aus.

Rain Bird

Bei solchen Vergleichen wird gerne vergessen, dass es abseits der Smart-Home-Hersteller auch langjährige Hersteller von Bewässerungsequipment gibt, die ebenfalls smart geworden sind.

Rain Bird hat zum Beispiel mit dem LNK2 ein WLAN-Modul geschaffen, das kompatible Steuergeräte (von Rain Bird) smart macht. Dazu zählen übrigens auch ältere Modelle, was ich sehr lobenswert finde.

Die Steuergeräte sind mit fast allen 24-V-Magnetventilen kompatibel, auch zum Beispiel mit denen von Hunter. Außerdem haben die in allen Werbevideos immer fetzige Musik, hier ein Beispiel 😀

Für Home Assistant ist Rain Bird spannend, weil es eine offizielle Integration gibt, die lokal im Netzwerk arbeitet. Du fügst sie unter Einstellungen → Geräte & Dienste hinzu und brauchst nur die IP-Adresse und das Passwort des Steuergeräts. Jede Zone wird zu einem Schalter, dazu kommen Regenverzögerung, Programme und ein optionaler Regensensor. Laut Erfahrungsberichten kann es haken, wenn die Rain-Bird-App gleichzeitig mit dem Steuergerät verbunden ist.

Pro

  • Hersteller mit langjähriger Erfahrung im Bewässerungssektor
  • Funktioniert auch ohne App (direkt am Gerät programmierbar)
  • Das WLAN-Modul lässt sich auch später nachrüsten
  • Offizielle, lokale Home-Assistant-Integration
  • Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis, gilt fast für alle Rain-Bird-Produkte

Contra

  • Magnetventile müssen vorhanden sein oder gekauft werden
  • Die meisten Steuergeräte sind nur für innen geeignet
  • Stromversorgung und Kabelverlegung zu den Ventilen erforderlich

Fazit

Für alle die passende Wahl, die eine komplexere Bewässerungsanlage oder einen großen Garten haben und Wert auf umfangreiche Funktionen und Verlässlichkeit legen. Und dank der lokalen Integration auch mit Home Assistant eine starke fertige Lösung für mehrere Zonen.

WLAN-Bewässerungscomputer mit App (Tuya, RainPoint & Co.)

Wenn du nach „WLAN-Bewässerungscomputer“ suchst, landest du schnell bei günstigen Geräten von RainPoint, Elesion (Pearl), AVATTO oder Moes. Viele davon basieren auf Tuya bzw. Smart Life und hängen über ein kleines WLAN-Gateway im Netz. Preislich sind die oft deutlich unter Gardena und Eve.

Der Haken zeigt sich bei Home Assistant: Über die offizielle Tuya-Integration laufen die Geräte über die Tuya-Cloud, und gerade bei Bewässerungscomputern kommen dort nicht immer alle Funktionen sauber an. In unserer Community und in anderen Foren berichten Nutzer, dass sich manche Ventile nur über Szenen aus der Smart-Life-App starten und stoppen lassen. Auch Local Tuya ist kein Allheilmittel: Laut Erfahrungsberichten haben z. B. RainPoint-Ventile hinter dem Gateway keine eigene IP und keinen Local Key, eine lokale Steuerung klappt damit nicht. Durchflussmesser von RainPoint laufen zudem über einen eigenen Hub und eine andere App.

Etwas anders sieht es bei LinkTap aus: Dessen Gateway bietet eine lokale Schnittstelle, für Home Assistant gibt es eine Community-Integration über HACS, die direkt mit dem Gateway spricht.

Pro

  • Günstig und große Auswahl
  • Alexa und Google Assistant meist direkt dabei
  • Kein Basteln, App einrichten und los

Contra

  • Meist Cloud-abhängig, lokal in Home Assistant oft gar nicht oder nur mit Umwegen
  • „WLAN“ heißt fast immer: Gateway mit Steckdose nötig
  • Wetterlogik und Durchflussmessung je nach Modell sehr unterschiedlich
  • Kein Matter bei den gängigen Modellen

Fazit

Für die reine App-Steuerung und Sprachassistenten okay. Wenn du Home Assistant nutzt und die Bewässerung dort automatisieren willst, würde ich eher zu Zigbee oder Bluetooth greifen.

Zigbee und Bluetooth: der pragmatische Weg mit Home Assistant

Wenn Home Assistant deine Zentrale ist, sind batteriebetriebene Bewässerungscomputer mit Zigbee oder Bluetooth aktuell oft die beste Wahl: lokal, ohne Hersteller-Cloud und deutlich günstiger als die großen Systeme.

Zigbee: SONOFF hat mit dem Hydro ONE einen Zigbee-Bewässerungscomputer mit Messinganschluss, der in der größeren Variante auch einen Durchflussmesser mitbringt. Du brauchst dafür einen Zigbee-Stick bzw. -Koordinator und bindest ihn per ZHA oder Zigbee2MQTT ein. Je nach Weg kommen unterschiedlich viele Funktionen in Home Assistant an, beim Vorgänger SWV ging z. B. die Mengensteuerung in einem Test nur über Zigbee2MQTT. Auch die günstigen Zigbee-Bewässerungscomputer von Parkside (Lidl) kannst du so einbinden, wenn du sie bekommst.

Zuletzt aktualisiert am 04.11.2026 um 07:53 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Bluetooth: Gardena hat neben dem smart system auch eine Bluetooth-Bewässerungssteuerung. Für die gibt es eine offizielle, lokale Home-Assistant-Integration (Gardena Bluetooth). Da die Reichweite von Bluetooth im Garten schnell zu Ende ist, setzt du dafür am besten einen Bluetooth-Proxy (z. B. einen ESP32) in die Nähe. Wichtig laut Doku: Das Gerät muss eventuell zurückgesetzt werden, bevor du es mit Home Assistant koppelst, und die Android-App kann Home Assistant danach wieder aussperren.

Home Assistant
Bluetooth
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Pro

  • Lokal in Home Assistant, keine Hersteller-Cloud nötig
  • Batteriebetrieben, also kein Strom am Wasserhahn nötig
  • Die Wetterlogik baust du dir in Home Assistant so, wie du sie haben willst

Contra

  • Du brauchst ein Zigbee-Netz bis in den Garten bzw. einen Bluetooth-Proxy in Reichweite
  • Ohne Home Assistant (oder eine andere Zentrale) bleibt nur die Hersteller-App
  • Meist nur ein Ausgang pro Gerät

Alternative: DIY-Bewässerungslösungen

Wenn du keine Lust hast, dich an einen Hersteller zu binden, die Berechnung der Wassermenge selbst in die Hand nehmen willst oder einfach ein neues Projekt suchst, kannst du deine automatische Bewässerung auch „ganz einfach“ selber bauen.

Im Wesentlichen benötigst du 2 Sachen:

1. Bewässerungscomputer / Magnetventil-Steuerung

Als Ventil kannst du entweder einen der Zigbee- oder Bluetooth-Bewässerungscomputer von oben nehmen oder 24-V-Magnetventile selbst schalten: entweder mit einem selbst gebauten Bewässerungscomputer mit ESPHome oder mit einem Shelly UNI. Der Shelly UNI wird inzwischen nicht mehr produziert, der Nachfolger heißt Shelly Plus Uni.

2. Berechnung der Dauer und Steuerung der Zonen

Für die Berechnung der Bewässerungsdauer bietet sich Home Assistant mit der Integration Smart Irrigation an, die anhand der Verdunstung (ETo) und des Wetters ausrechnet, wie lange jede Zone laufen soll. Wie das funktioniert, zeige ich in meinem Beitrag zur smarten Bewässerungs-Berechnung mit Home Assistant. Wenn du lieber bei Apple Home bleibst, gibt es auch ein Homebridge-Plugin, das dir Trigger für Apple-Home-Automationen liefert, mit denen du die Magnetventile steuerst.

Somit ist die Einbeziehung von Vorhersagen, das Anpassen der Bewässerungsdauer je nach Wetter und alle weiteren Faktoren keine „Black Box“ mehr, sondern liegt komplett in deiner Hand.

Pro

  • Volle Kontrolle über alle Faktoren
  • Flexibilität bei Bewässerungszonen, Bewässerungszeiten, Magnetventilen, Komponenten-Auswahl etc.
  • Vollständige Transparenz der Berechnung und der einbezogenen Faktoren wie Temperatur, Sonneneinstrahlung und Co.
  • Tiefgehendes Verständnis vom Bewässerungsplan (hier muss man sich zwangsläufig einarbeiten, um die eigene Konfiguration vorzunehmen und zu verstehen)
  • Potenziell lässt sich viel Wasser sparen, da jede Zone genau auf die Bedürfnisse der Pflanzen angepasst werden kann

Contra

  • Benötigt (vermutlich) Strom im Garten
  • Bedarf etwas Pflege und Kontrolle
  • Steile Lernkurve
  • Erfahrung in Elektrotechnik von Vorteil
  • Es ist mit Arbeit verbunden, ich habe circa 2 Abende gebraucht.
  • Kann auch in die Hose gehen 😉

Fazit

Für alle wahren Smart-Garden-Apostel da draußen ein Projekt, das (zumindest mir) wirklich Laune macht und bei dem man unglaublich viel lernen kann.

Aber wenn du nach einer fertigen Lösung suchst, gar keine Ahnung von Elektronik hast oder neu im Smart Home bist, vermutlich vorerst zu kompliziert 🙂


Fazit: Wirklich so gut wie gedacht?

Jein. Smarte Bewässerung spart dir Zeit und im besten Fall Wasser, aber „smart“ heißt bei vielen fertigen Systemen vor allem: App und Zeitplan. Die Wetterlogik ist oft grob, Matter ist bei Bewässerungscomputern Stand Oktober 2026 praktisch noch nicht angekommen, und die meisten „WLAN“-Geräte hängen an einem Gateway und an der Hersteller-Cloud.

So würde ich mich heute entscheiden:

  • Du nutzt Apple Home: Eve Aqua.
  • Du willst alles aus einer Hand und kein Basteln: Gardena smart system, für mehrere Zonen mit der smart Irrigation Control.
  • Du nutzt Home Assistant und hast einen Wasserhahn: ein Zigbee-Bewässerungscomputer oder die Gardena-Bluetooth-Steuerung, die Berechnung machst du in Home Assistant.
  • Du hast mehrere Zonen mit Magnetventilen: Rain Bird mit WLAN-Modul oder selbst gebaut mit ESPHome.
  • Du willst unbedingt Matter: Aktuell eher abwarten oder den Umweg über einen Hub mit Matter-Bridge gehen.

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Der Kopf hinter dem YouTube-Kanal simon42. Schreibt hier ehrlich und leidenschaftlich über Smart Home und Technik Themen, denn das Zuhause wurde bereits von Sprachassistenten übernommen und die Kontrolle abgegeben 😁

1 Kommentar zu „Smarte Bewässerung im Überblick: WLAN, Matter & Home Assistant – wirklich so gut wie gedacht?“

  1. Tuya Zigbee Bewässerungsventile kosten bei Aliexpress um die 30,-€.
    Habe diesen Sommer probeweise einen gekauft. Die erste Saison hat es Super überstanden. Es macht was es soll. Wasser auf und zu!

    Antworten

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