Roborock S7 Test – Der neue König der (Xiaomi) Saugroboter?

Am 01.04.2021 war der Verkaufsstart des Saugroboter-Schlachtschiffs von Xiaomi, der neue Roborock S7. Wir haben uns zeitig einen bestellt und den neuen Roborock S7 hier im Test für euch. Wie er sich bisher in der Wohnung gemacht hat, ob das neue Sonic-Mopping etwas taugt und ob er ein würdiger Nachfolger unseres alten Samsung Roboters ist, erfahrt ihr hier im Testbericht!

Technische Daten & Features

Erst mal in aller Kürze die besten Funktionen und technischen Daten des neuen Saugroboters. Klicke einfach auf die entsprechenden Einträge, um zu dieser Sektion des Praxistests zu springen:

Quelle: smarthomeassistent.de

Lieferumfang

Abgesehen von Zubehör ist der Lieferumfang üppig, alles kommt in einem großen gut gepolsterten Karton

Karton des Roborock S7
Ausgepackter Karton - Roborock S7 Test

Enthalten ist natürlich der Saugroboter, mit vorinstallierter Seiten-Bürste, Wassertank, Staubbehälter und Bodenbürste. Aber die Ladestation, der Mopp-Untersatz und das Kabel der Station sind extra verpackt. Hierzu kann ich nur sagen: „Unnötig“.

Roborock S7 kompletter Lieferumfang

Die Anleitungen bestehen aus einer ausführlichen Manual und einer App-Anleitung. Übrigens gibt’s diese auch beim Hersteller zum Download.

Lieferumfang Roborock S7 - Anleitungen
Die ausführliche Anleitung (links) und die App Connect to Network Guide (rechts)

Für den Preis hätte man meiner Meinung nach zumindest seitliche Ersatz-Bürsten mit dazu geben können, und das ganze Extra-Plastik ist schon etwas unnötig. Aber na ja, die Chinesen achten da wohl nicht so drauf…

Saugleistung, Staubbehälter & Luftfilter des Roborock S7 im Test

Um Zugang zum Staubbehälter mit dem waschbaren Luftfilter (E11-Bewertung, kein HEPA) zu bekommen, muss man lediglich die hintere Abdeckung des Roborocks anheben.


Roborock S7 - Test des Staubbehälters
Am Ende des Staubtanks, das beim Runden, roten LiDAR-Sensor liegt, muss ein Knopf reingedrückt werden und der Behälter kann herausgezogen werden.

Danach lassen sich beide Öffnungen aufklappen.

Staubbehälter S7 Roborock
Die Öffnung des Filters ist oben, die zum Entleeren des Staubbehälters rechts.

Über die Kapazität des Staubbehälters (470 ml) lässt sich natürlich streiten. Während viele sagen das ist zu wenig, kann ich das so nicht bestätigen. Unsere Wohnung nennen übrigens eine Frau, eine Katze und ein Smarthome Blogger sein Zuhause, und diverse Sprachassistenten. Aber die Tragen normalerweise keinen Schmutz in die Wohnung 😉

  • Zuerst (ersten Durchlauf ) war der Tank bei uns komplett voll und musste geleert werden (80 m2 Wohnung).
  • Anschließend hat der S7 jeden Tag in der Frühe einen Reinigungszyklus gefahren
    • Kurz gesagt ist er nun konstant nach 3 Tagen zu einem Drittel gefüllt.
Staubbehälter Fullvolumen - Nach 3 Tagen
Staubbehälter nach 3 Tagen (Tägliche Reinigung der ganzen Wohnung)

Wenn du also jeden Tag deine 400 m2 Villa saugen lassen willst, dann solltest du dir Gedanken machen. Spaß bei Seite, ich denke, die Kapazität des Staubbehälters vom S7 ist mehr als ausreichend 😀

Akku

Auch die Akkulaufzeit ist kein Thema bei unserer 70 Quadratmeter Wohnung. Er geht nicht mal unter 50 %, auch wenn die ganze Wohnung gewischt und gesaugt wird.

Vollgummi-Hauptbürste des Xiaomi Roborock S7 im Test

Hier war ich ja echt skeptisch, ob eine Bürste ohne Borsten aus Gummi wirklich gut reinigt. Aber es funktioniert wirklich besser als mit der Borsten-Bürste unsres alten Samsung, auch weil der Roboter die Bürste neigen kann.

Quelle: Roborock

Außerdem bleiben keine Haare mehr in der Gummi-Bürste hängen, das ist wirklich klasse. Je nachdem wie oft er gelaufen ist, musste ich beim Vorgänger jede Woche die Bürste von Haaren befreien, die sich herumgewickelt haben. Das war hier bisher nicht erforderlich, alle Achtung!

Außerdem soll die Vollgummi-Rolle besser für die Reinigung von Teppichen sein, das kann ich aber nicht wirklich beurteilen. (Lass mir gerne ein Kommentar da, wenn du’s kannst!) Aber das Reinigungsergebnis vom Staubsauger auf unseren Hartböden ist phänomenal!


Saugleistung

Zur Saugleistung kann ich nur sagen, ich bin begeistert. Nichts bleibt liegen, die Ränder werden dank der Seitlich rotierenden Bürste ebenfalls mitgenommen und Staub gehört der Vergangenheit an. Die Böden sind fast klinisch rein, obwohl beim Tisch-Abwischen auch mal absichtlich alles auf dem Boden verteilt wurde. Vielleicht machen wir das jetzt immer 😉

Viel besser als vorher, und das, obwohl der Samsung einen 150W Motor hatte. Sogar meine Freundin war begeistert, PS sind wohl doch nicht alles.

Wassertank, Mopp & Wischfunktion des Roborock S7

Auf die Wischfunktion war ich mehr als gespannt, konnte doch unser bisheriger Samsung VR9200 „nur“ saugen. Auf der anderen Seite bin ich froh, dass ich bisher keinen Wischroboter gekauft hatte, da der S7 wirklich eine Wucht ist. Aber eins nach dem anderen 😉

Elektrischer Wassertank & Mopp-Anhebung

Zuerst wird der mitgelieferte Aufsatz und das zugehörige Mikrofasertuch unter dem Saugroboter durch simples drücken installiert.

Roborock S7 Test Sonic-Mopp-Wischfunktion
Wenn es klickt, ist der Wisch-Aufsatz eingerastet und betriebsbereit.

Der Wassertank wird einfach geöffnet (Gummi-Verschluss) und nur mit Wasser gefüllt. (Siehe Reinigungsmittel)

Eine meiner größten sorgen war, dass der Roboter ausläuft. Bei den Vorgängern wurde einfach eine Gummimatte zum Unterstellen mitgeliefert, die jetzt nicht mehr mit dabei sind. Das hat seinen Grund.

Ich weiß nicht zu 100 %, wie es funktioniert. Aber ich vermute mal, das Wasser wird mit Pumpen an den Mopp-Aufsatz und das Wischtuch weitergeleitet. Das, in Zusammenarbeit mit der automatischen Anhebung der Wischplatte, wenn der Roboter nicht wischt oder in der Ladestation steht, führt dazu, dass kein Bodenkontakt besteht.

Angehobener Mopp-Aufsatz beim geparkten Roborock S7
Dank des angehobenen Mopps gibt es keine Wasserflecken und Teppiche bleiben trocken.

Somit tropft der Kollege nicht und hinterlässt keine Wasserflecken im Park-Bereich. Einfach genial!

Trotzdem sollte der Wisch-Aufsatz übrigens nach jedem Einsatz von Hand gereinigt und getrocknet werden. Auch wenn er nicht tropft, kann er schimmeln 😉

Sonic-Mopping des Roborock von 2021 im Test

Die Schall-Vibrationstechnologie hat es echt in sich. Wir haben vorher ehrlich gesagt selten gewischt, meistens wenn sich Besuch ankündigte (also vor einem Jahr). Die Reinigungsleistung hat sich im Test des Roborock S7, meiner subjektiven Meinung nach, als hervorragend erwiesen.


Nach der ersten Intensiv-Reinigung bin ich begeistert. Denn im sogenannten „gründlich-Modus“ wird nicht gesaugt (sollte vorher in einem Extra-Durchlauf gemacht werden) und die Böden einmal Diagonal und horizontal gewischt. Alles ist sauber, glänzt und es sind keine Streifen sichtbar. Stark eingetrocknete Flecken kriegt er natürlich nicht weg, auch nicht mit dem Intensiv-Programm.

Grade für unser Badezimmer sehr praktisch und mehr als ausreichen. Nach 2-3 Durchläufen waren kaum noch Flecken auf dem Boden, zumindest keine sichtbaren.

Sollte man Reinigungsmittel benutzen?

NEIN, es sollte nur mit Wasser, OHNE Reinigungsmittel gewischt werden. Denn Reinigungsmittel können die Düsen verstopfen, den Tank oxidieren und das Mikrofasertuch verkleben. Danach ist die Reinigungsleistung meist schlechter als vorher, da das Tuch auf mechanische Reinigung ausgelegt ist und die speziellen Poren wie gesagt keine Laugen oder Säuren vertragen.

Teppich-Erkennung

Die kuscheligen Boden-Abdecker werden per Ultraschall-Sensor an der Unterseite des Roboters erkannt.

Roborock S7 von unten

Der Mopp wird dann angehoben, sodass die Teppiche trocken bleiben (Funktioniert nur bei Kurzflor-Teppichen, nicht höher als 4 mm) und die Saugleistung erhöht.

Schließlich kann man auch über die Einstellungen in der App Teppiche vermeiden lassen (sollte das Wisch-Modul angebracht sein) oder ignorieren. Bei der Einstellung „Ignorieren“ werden alle Teppiche oder sonstige Matten dauerhaft umfahren, also auch nicht gesaugt.

Teppich-Einstellungen in der Roborock App

Viel mehr kann ich nicht dazu sagen, da wir nur im Bad 2 kleine Teppiche haben. Das Zimmer ist aber so länglich geschnitten, dass ich die Teppiche sowieso herausnehmen muss. (Am Rand wäre nicht genug Platz für den Roboter zum Wischen)

Aktuell starte ich die Reinigung manuell über die Raum-Reinigung der App, sobald die Teppiche hochgenommen sind. Mein Plan für die Zukunft ist, den Roborock in HomeKit aufzunehmen (über Homebirdge) und dann über einen NFC-Sticker die Reinigung zu starten. Mal schauen, ob das klappt 🙂


Navigation, Kartierung & App des Xiaomi Roborock s7 im Test

Du kannst sowohl die Xiaomi Home, als auch die Roborock App benutzen. Beide benötigen ständige WLAN und Internet-Verbindung (vom Roboter & Smartphone)

Die Kartierung ist offiziell noch im Beta-Stadium, funktioniert in unserem Test des S7 von Roborock aber erschreckend gut. Als ich den Kollegen ausgepackt habe und nur einen Meter in die Station fahren ließ, hat die Laser-Navigation bereits die gesamte Küche und einen Teil des Wohnzimmers gescannt o.O

Das liegt an dem oben liegenden, runden LiDAR Sensor, der rotiert und die Abstände zu den Objekten messen kann. Das kann man sich in etwa wie einen kleinen Laserturm vorstellen.

Precision Mapping Schaubild Roborock S7
Quelle: Roborock

Somit erstellt sich der Roboter, relativ zu seiner Position, eine Karte und speichert diese. Bevor diese Funktion (speichern der Karte) aktiv ist, muss man der Speicherung der Kartierungsdaten zustimmen. Zwar kann man auch ablehnen, dann hat man allerdings auch keinen Raumplan in der App (Für iOS und Android verfügbar):

Roborock App Homescreen

Der Startbildschirm der App zeigt die vorhanden Roborock Geräte und Räume an. Durch Tippen auf das Gerät öffnet man die Raum- und Reinigungs-Ansicht

Roborock App Raumansicht

In der Geräteübersicht des Roborock S7 sieht man den Ladestatus, Reinigungsfläche, Akkustand und letzte Reinigungsdauer.

Mit einem Klick auf „Reinigen“ unten rechts starten man die Reinigung mit der aktuell gewählten Saug- und Wischleistung (unterhalb rechts der Karte)

Roborock App Selektive Raum-Reinigung

Wenn man nun unten links auf „Raum“ wechselt, kann man die Räume zum Reinigen wählen.

Roborock App Saug- und Wischeinstellungen

Ein Tippen auf „Saugen und Wischen“ unten rechts öffnet die Einstellungen der Reinigung.

Hier lässt sich die Saugleistung und Wisch-Intensität Einstellen, sowie der gründlich-Modus für die Wischfunktion einschalten (kein Saugen, Horizontale + Vertikale bahnen)

Außerdem lassen sich noch Benutzerdefinierte Einstellungen hinterlegen, sodass jeder Raum mit anderen Reinigungseinstellungen geplant werden kann.

Auch wenn er keine Objekterkennung oder Dicke Dual-Kameras wie der Roborock S6 Max V* hat, finde ich die Laser-Navigation exzellent. Ab und zu „rammt“ er zwar schmale Objekte wie Stuhlbeine, die für den Laser zu klein sind, aber das geht alles sehr sanft und kommt nicht allzu oft vor.


Falls das für dich ein Ausschlusskriterium ist, musst du wohl auf den bestimmt kommenden Roborock S7 Max V warten. Die Navigation des bewegt sich mehr auf dem Level des Roborock S5 (Max), ist aber meiner Meinung nach sehr gut 😉

Sperrzonen

Eine außerdem praktische Funktion der App sind die Sperrzonen. Sobald die Karte einmal hochgeladen ist, lassen sich Bereiche definieren, die:

  • Nicht gewischt werden sollen
  • Komplett vermieden werden sollen (Unsichtbare Wand)

Eine solche Zone habe ich beispielsweise an dem Ort meiner Waage eingerichtet, da der Roboter sonst immer über die Waage fährt. Das ist jetzt nicht besonders schlimm, aber vermutlich tut es den Rädern und der Vollgummi-Walze nicht besonders gut 😉

Um eine solche Sperrzone anzulegen, Tippe einfach in der App auf deinen Roborock → Öffne das Menü über die 3 Punkte oben Rechts (…) → Karte Verwalten:

Roborock App Karte Verwalten
Wähle Bearbeiten und dann Sperrzone
Sperrzone der Karte hinzufügen
Unten kannst du nun Sperrzonen, unsichtbare Wände oder Wischfreie Zonen hinzufügen.
Karte mit gespeicherter Sperrzone
Nachdem du gespeichert hast, siehst du die Zonen in der Karte.

Pläne, Wartung des Geräts und weitere Funktionen

Roborock App Wartung

Im Bereich Wartung kannst du nachschauen, welche Teile vom Sauger gereinigt oder getauscht werden sollten.

Roborock App Pläne

Über die Pläne kannst du dir beliebig viele, auf deine Bedürfnisse angepasste, Reinigungszyklen erstellen.

Ferner hat die App noch einiges mehr zu bieten, was ich hier kurz erwähnen wollte:

  • Die Geräte lassen sich mit anderen Benutzer teilen
  • Firmware-Updates lassen sich einfach über die Einstellungen installieren
  • Mit „Pin and Go“ kannst du eine Stelle auf der Karte markieren, die punktuell gereinigt werden soll
  • Die Roboterstimme lässt sich umstellen (Auch auf Deutsch)
  • Das Benutzerhandbuch ist in den Einstellungen zu finden

Smarte Sprachsteuerung

Natürlich ist auch die Steuerung über Amazon Alexa und Google Assistant möglich. Hierzu einfach den entsprechenden Skill aktivieren, und schon kannst du mit „Alexa, starte Reinigung“ den

Die Steuerung über Apple iOS offiziell zwar nur über die App möglich, aber für die Steuerung über HomeKit kannst du auf die Homebridge zurückgreifen.


Kaufoptionen

Der Roborock S7 hat aktuell auf Amazon* einen Preis von 549 Euro, was der UVP entspricht. (Stand 14.04.2021). Allerdings ist er ständig ausverkauft. Man muss vermutlich einfach Glück haben, zumindest jetzt zum Start.

Alternativ gibt es ihn noch auf Aliexpress* sowie auf Ebay* von offiziellen Händlern zu kaufen, wo ich auch meinen herhabe.

Doch ich vermute, später wird er im Sale regelmäßig für unter 500, so für 499 oder 489 über die Theke gehen.

Im Laufe des Jahres soll außerdem noch eine die Roborock Auto-Entleerungs- / Absaugstation mit ins Sortiment aufgenommen werden.

Roborock S7 Test – Fazit

Xiaomi Roborock S7

Der Saugroboter S7 von Roborock ist die perfekte Wahl für alle, die ihre Wohnung regelmäßig automatisch gewischt und gesaugt haben möchten.

Die tolle Akkulaufzeit, das einzigartige Sonic-Moppin und ordentliche Saugleistung können überzeugen. Die Steuerung über Smartphone funktioniert perfekt, genau wie die Karten-Navigation und Raum-Reinigung des Roboters.

Die Verpackung könnte umweltfreundlicher sein, daher einen halben Punkt Abzug. Sonst habe ich nichts zu auszusetzen!

Bewertung

Marke

Roborock

Modell

S7 Saugroboter


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