Die Entscheidung, welche Qnap ich mir jetzt als Nachfolger für meine TS-412 kaufen sollte, war für mich eine der schwierigsten Kaufentscheidungen überhaupt. Aber irgendwann ist meine Entscheidung doch noch gefallen, und zwar auf die QNAP TS-453A. Eine Entscheidung, die ich, zum Glück, bis heute nicht bereut habe.
In dem Artikel QNAP TS 453A Test soll es um die vor und nachteile der Qnap gehen, darum was ich mit meiner QNAP mache und meine Meinung dazu. Ich werde hier keine Sachen bewerten die ich nicht benutze, kann ich ja auch nicht wirklich 😉
QNAP TS 453A Test

Der batteriebetriebene Funk-Bewegungsmelder ist eine praktische Kombination aus Bewegungsmelder und einem 2-Kanal-Funk-Wandtaster: 6 m Reichweite 60° Erfassungswinkel Ansprechhelligkeit, Ansprechempfindlichkeit, Reaktionszeiten, Verweildauer des Aktors einstellbar Integration in vorhandene Installationslinien (55-mm-Rahmen) möglich ***** Hinweis: Hierbei handelt es sich um einen Bausatz, der noch zusammengebaut werden muss! *****
Warum QNAP?
Jaja, die alte Diskussion. „Ich habe aber eine Synology und bin mit der auch zufrieden…“ Jo, das kann schon sein. Ich persönlich habe aber mit Synology keinesfalls gute Erfahrungen machen können und bin daher absoluter QNAP-Jünger.
Meine TS-412 hat mir jahrelang gute Dienste erwiesen und läuft sogar immer noch bei einem Kumpel. Aber nur als reine NAS, ohne jegliche andere Funktionen. Für alles andere reichen die Ressourcen einfach nicht mehr aus, da ja die Anforderungen des QTS seit dem Release der TS-412 um einiges gestiegen sind.
Was ich damit sagen will ist, meine QNAPs waren immer sehr zuverlässig und darauf kommt es bei einem Netzwerkspeicher an – Verfügbarkeit. Wer anderer Meinung ist, muss sich ja keine kaufen 😛
Die Festplatten
Obwohl es hier im QNAP TS 453A Test nicht um die Festplatten gehen soll, möchte ich trotzdem ein paar kurze Sätze dazu schreiben. Ihr müsst euch natürlich letztendlich selbst entscheiden, welche Festplatten ihr einbauen wollt.
Prinzipiell könntet ihr ja alle Festplatten, die in das Gehäuse reinpassen, auch einbauen. Ich habe seit Jahren nur WD Red und noch nicht eine ist ausgefallen. Okay, das war jetzt quasi sowas wie ne Empfehlung 😉 Aber an 3 Sachen solltet ihr euch auf alle Fälle halten:
- Benutzt nur die selbe Festplatten-Modellnummer
- Die Festplatten sollten von Qnap offiziell als Kompatibel bezeichnet sein.
- Die Festplatten sollten im Besten Fall die selbe Chargennummer haben
Die Einrichtung
Für eine NAS könnte die Einrichtung kaum einfacher gemacht sein. Festplatten einbauen -> Netzwerkkabel anschließen -> Stromkabel anschließen -> anschalten -> Konfiguration via Qfinder Pro starten -> Volumens einrichten (Raid) -> Einrichtung abgeschlossen. Falls man hier mal nicht weiterkommen sollte, bietet Qnap ausführliche Anleitungen zum einrichten an.
Es ist außerdem möglich, USB (3.0) Festplatten anzuschließen, z.B. über die Front USB 3.0 Ports. Die Netzwerkeinrichtung über einen Access Point (WLAN) ist standardmäßig nicht möglich, würde aber auch zugegeben wenig sinn machen 😉
Raid
Bei meiner QNAP TS 453A (eine 4 Bay NAS) habe ich ein Raid 5 mit 4x 4TB WD Red WD40EFRX eingerichtet. Die Einrichtung klappte wie gesagt problemlos und die Performance ist sehr gut. Ein nützliches Rechentool für Raid von der Konkurrenz gibt’s übrigens hier.
Dateitransfer Performance
Die NAS erreicht mit 83,71 MBps Upload und 112,6966 MBps Download hohe Transferraten über einen ihrer 4 LAN-Ports und bietet zur Datensicherung eine benutzerfreundliche Volume-basierte Snapshot-Funktion an.

Allgemeine System-Performance
Seit dem ich die QNAP TS 453A mit ehemals 2GB, inzwischen 4GB RAM teste, konnte ich keinerlei Performance-Probleme feststellen (Auch nicht mit 2GB).
Die Intel CPU (Intel® Celeron® N3150 / N3160-Quad-Core-14-nm-1,6-GHz-Prozessor) der 4-Bay NAS hat mehr als Genug Power.
Die Weboberfläche ist übersichtlich, läuft sehr stabil und schnell. Auch die Apps laufen alle ziemlich performant (kommt natürlich auch auf die App drauf an).
Sogar mit einer lokalen Wordpress-Installation, PHP, 3 Containern und aktiviertem Media-Streaming ist die Performance nicht spürbar eingeschränkt.
SSD Cache kann übrigens auch auf dieser QNAP NAS eingerichtet werden, aber nur über die „normalen“ Formate wie 2,5 und 3,5 Zoll, und nicht etwa über eine m.2 SSD im PCIe slot wie bei anderen NAS Systemen. Hot Swapping ist ebenfalls nicht mit an Board.

AppCenter
Ein riesiges Highlight ist das AppCenter von Qnap, mit einer schier wahnsinnigen Auswahl an brauchbaren Apps. Cloud Drive Sync, IFTTT und Google Cloud Storage sind nur ein paar wenige Beispiele. Das Beste Feature des AppCenters ist die einfache installation der Apps, anklicken -> fertig.

Container-Station
Eines der Features, von denen ich nie gedachte hätte sie zu benutzen, oder eher gesagt nie darüber nachgedacht habe, ist die Container Station. Mit dieser hat man die Möglichkeit, Container von beispielsweise Docker-Hub zu installieren und so kleine Virtuelle Maschinen auf seiner Qnap zu betreiben. Die Vielfalt reicht von Webservern bis hin zu Dokumentenmanagementsystemen. Über den Homebridge Conainer und die Installation auf der QNAP habe ich auch schon einen Artikel geschrieben.

Aktuell betreibe ich 2 Container auf der Qnap und dank der 4 GB Arbeitsspeicher und des Intel® Celeron Quad-Core CPU merke ich nicht, dass die allgemeine Systemperformance darunter leidet. Die offiziellen Empfehlungen von Qnap zur Container-Station und anzahl virtueller Maschinen gibt’s hier.
Backup- und Synchronisationsmöglichkeiten
Die vielfältigen Backup und Synchronisierungsmöglichkeiten sind natürlich einen klasse Sache. Egal ob zu einer anderen NAS, oder die Synchronisierung eines Ordners mit Google Drive. Alles ist möglich.
Außerdem bietet QNAP auch Werkzeuge zur automatischen Sicherung des Computers. Egal ob Windows Computer via QNAP NetBak Replicator oder Apple Computer via Apple Time Machine. Bei Windows kann man natürlich außerdem noch den Dateiversionsverlauf zur Sicherung des eigenen Computer einsetzten.
Multimediaserver
Die Qnap kann auch die auf ihr gespeicherten Medien via DLNA oder Musik via iTunes Server bereitstellen. Ich muss aber sagen dass ich dieses Featur kaum noch nutze. Ich greife auf meine Medien inzwischen via Kodi zu. Dort sind die Dateipfade zu den Medien direkt hinterlegt.
Die spontane Videotranskodierung nutze ich ab und zu auf meinen iPad. Auch diese funktioniert im zusammenspiel mit der Erweiterung Codex Pack tadellos.
Review Fazit
Nachfolger QNAP TS 453A: TS-453B ?
Die Qnap TS-453A ist inzwischen ein Auslaufmodell, von daher ist diese wahrscheinlich nicht mehr lange zum Kauf verfügbar. Aber ich kann euch ruhigen Gewissens den Nachfolger empfehlen und mir einen Artikel ala “ TS 453A vs TS 453B“ sparen ;). Die TS-453B hat die gleichen oder noch mehr Funktionen, und die Performance ist dank Intel® Celeron® J3455 Quad-Core sogar noch besser, als die vom Vorgänger.

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