Nanoleaf Light Panels im Test – smarte LEDs mit HomeKit & Musikerkennung

Da für mich natürlich keine einfache Lampen in Frage kommen, kamen mir die HomeKit kompatiblen Nanoleaf Light Panels in der Hexagon Ausführung grade recht. Ich musste dringend etwas an meiner Schreibtisch-Situation ändern, hier war es viel zu dunkel und eine normale Lampe passt optisch nicht rein. Da war die perfekte Ausrede gefunden, 200 € für das nächste Smart Home Gadget auszugeben.

Ob sich die Anschaffung gelohnt hat, ich sie wieder kaufen würde und was mich echt überrascht hat, erzähle ich dir hier in meinem Testbericht der Nanoleaf LEDs im Hexagon Shape.

Was können die Nanoleaf Light Panels?

Gut zu wissen: Es gibt 3 Nanoleaf Produkt-Serien der Panels: Shapes, Canvas und Light-Panels genannt. Hier geht es um die Shapes, welche die meisten Funktionen bieten, in Hexagon Form.

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Zuletzt aktualisiert am 11. April 2021 um 02:02 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.  

Okay, also was rechtfertige einen Preis von ca. 200 € für 9 Panels, einen Controller und Netzadapter? Nun ja, zuerst sollte man sich mal vor Augen führen, dass das natürlich viel Geld ist. Aber im Premium-Lampen Segment, kann man aber schnell viel mehr ausgeben. Dennoch bringen die meisten Premium-Lampen nicht einen solchen Funktionsumfang mit sich:

  • Kompatible mit Apple HomeKit, Amazon Alexa, Google Home, IFTTT & Smart Things
  • Lokale Steuerung über Controller
  • Toch-Sensitiv, also sowohl Steuerung über tippen auf (verschiedene) Panels und Gesten-Steuerung
  • Mehr als 16 Millionen Farben – Schafft perfekte Atmosphäre für jeden Anlass mit Lieblingsfarben oder verschiedenen Weißtönen.
  • Rhythm-SzenenReaktion und Veränderung der Lichter bei Musik

Außerdem sind diese sogenannten Shapes mit allen anderen Shapes kompatible. Es können also Hexagon (6-Eckige) Paneele mit Triangle* (dreieckig) oder Mini-Triangle Panels kombiniert werden.

Lieferumfang der Nanoleaf LEDs

Nanoleaf Light Panels Paket

Der Lieferumfang ist nicht mehr und nicht weniger, als man erwarten würde. Es gibt eine netter Verpackung, ziemlich viel Polsterung und die Panels.

Nanoleaf LED Panel Lieferumfang Hexagon 9 stück

Zusätzlich noch ein Zubehör-Set mit Nanoleaf Klebestreifen, Controller, Netzteil und co. Alles mit dabei, und es gibt sogar einen extra Klebestreifen und Nanoleaf Aufkleber für Fan-Boys.


Nanoleaf Light Panels montieren

Die Montage der Shapes will wohl überlegt sein. Denn wenn man erstmal angefangen hat, kann man sie nicht einfach erneut „umsortieren“, da nur ein Klebestreifen pro Panel mit dabei ist (+1 Ersatz).

Schreibtisch vor Nanoleaf Hexagon Panels
Über dem Bildschirm sollen meine Nanoleaf Panels montiert werden

Also, wie macht man die Planung der smarten Beleuchtung im Jahr 2021? Genau, mit der App des Herstellers, die eine AR-Simulation mitbringt!

Design-Ideen & Simulation

Das hat mich wirklich überrascht. In der Nanoleaf App scheinen einige Stunden Entwicklung versenkt worden zu sein, denn das Ding ist echt genial. In dieser App kann man sich die Panels virtuell zusammenbauen und an der eigenen Wand anbringen (Argumented Reality). Die Installation und Simulation ist sehr einfach:

  • Herunterladen kann man sich die Nanoleaf App im App Store und Play Store.
  • Nachdem man sich ein Konto erstellt hat und in meinem fall HomeKit verknüpft hat, überspringt man die Einrichtung der Geräte
  • Unten rechts gibt es dann bei den drei Punkten dein Reiter „Mehr“
  • Hier findet man den Nanoleaf Layout Assistent
Nanoleaf App im App Store
Nanoleaf App HomeKit Zugriff
Nanoleaf App Layout Assistent

Diesen einfach öffnen, die Panels in der gewünschten Form zusammenstellen und sich bei Bedarf unter Design (oben rechts) Anregungen holen, fertig. Schon hat man die gewünschte Form.

Nanoleaf Layout Assistant Funktionen erklärt

Jetzt kann man nach einem Tippen unten rechts auf AI das Smartphone die gewünschte Wand scannen lassen, schon sind die Panels virtuell an der Wand.

Nanoleaf Layout Assistant Panels an der Wand

Bei mir ist das wirklich beunruhigen genau, wie ihr später sehen werdet (auf iPhone 12 Pro ausgeführt).

Aber trotzdem solltest du die Panels auf dem Boden so zusammenbauen, wie sie später an der Wand seinen sollen. Zum einen kannst du so ausmessen, wie breit sie wirklich werden und testen, ob sie funktionieren, bevor die Wand vollgeklebt ist 😉

Anbringen der Nanoleaf Leuchtpaneele

Da wir jetzt wissen wie es aussehen soll und (dank AI) wird, müssen wir es nur noch in die Tat umsetzen.


Montage & Test auf dem Boden

Die Panels lassen sich einfach über die mitgelieferten Verbinder, die hinten in die Panels geklipst werden, zusammenstecken.

Brückenverbinder in der Rückseite der Panels

Einfach immer daran denken, die Brücken für das jeweils nächste Panel schon einzustecken. Dann können diese ganz einfach durch drauf-drücken montiert werden.

Panels verbinden mit Brücke

Nachdem die Form zusammengesteckt und das Controller-Modul verbunden ist, muss noch das Netzteil eingesteckt werden und man braucht circa eine Minute Geduld.

Montierte Panels am Boden
Die Panels funktionieren! Weiter geht’s mit der Wandmontage.

Wandmontage der smarten LED-Paneele

Ich wollte mit dem untersten Panel der Nanoleaf Hexagon Shapes anfangen, dessen vertikale Position (oben – unten) ich mit Augenmaß festlege. Aber wie schaffe ich es, dass die Panels horizontal in der Mitte der Wand sind, habe ich mich gefragt? War dann eigentlich doch ganz einfach:

  1. Auf dem Boden ausmessen, wo die Mitte der zusammengebauten Form ist.
  2. Hier einen dünnen Bleistiftstrich auf dem untersten Panel machen (mit dem Fange ich ja an)
  3. An der Wand ebenfalls die Mitte ausmessen.
  4. Mit einem Laser die Mitte der Wand „markieren“ (Alternativ mit Wasserwaage „verlängern“)
  5. Panel-Markierung und Wand-Markierung müssen horizontal übereinstimmen, fertig 😉
Beiden ersten Panels mit Laser

Beim ersten Panel ist es übrigens nicht ganz so wichtig, dass du es sofort waagerecht montierst. Aber bevor oder genauer gesagt während das zweite angeschlossen wird, muss es passen! Denn wenn nicht, werden alle Nanoleaf LED Shapes schief.

Fertig Montierte Nanoleaf LED Panels

Einrichtung, Steuerung und Funktionen

Die Einrichtung der Paneele ist dank HomeKit integration sehr einfach. Du musst lediglich in der Nanoleaf App unten links auf Geräte und dann oben rechts auf das Plus zum hinzufügen von neuen Geräten.
Schon geht die Kamera an, und du musst den auf dem mitgeliefertem, laminierten Inspirationen-Blatt oder dem Netzteil befindlichen HomeKit Code Scannen.

Steuerung

Jetzt sollten wir noch darüber sprechen, was die Nanoleaf Panels alles können, im Sinne von Steuerungsmöglichkeiten. In meinem Fall über die iOS APP und HomeKit 😉

Es gibt auch noch eine Desktop-Anwendung für Mac & Windows, die für das Screen Mirroring oder Erstellung von komplexen Szenen gedacht ist. Außerdem noch eine Web-Anwendung und natürlich eine Android App 😀


Statisches Licht

In HomeKit kannst du direkt nach dem Einrichten standardmäßig nur die Farben und die Helligkeit aller Panels (gemeinsam) einstellen.

Außerdem gibt es natürlich auf dem Controller Tasten, um die Paneele an- und aus zu schalten, zu dimmen, die Szenen zu wechseln und die Musik-Reaktion (Rhythm-Szenen) zu aktivieren.

Szenen

Nanoleaf Video zur App, Szenen und Touch-Steuerung

In der Nanoleaf App sieht das ganze schon etwas anders aus. Hier kannst du Statisches Licht einschalten oder dimmen… Aber auch Szenen herunterladen und wenn gewünscht, diese mit HomeKit Synchronisieren. Die Auswahl reicht dabei von Statischen Licht-Szenen (z.B. Tageslicht oder Warnhinweis) bis hin zu Dynamischen Lichtszenen, die Farben wechseln bzw. Verläufe auf den Panels darstellen.

Aber es gibt noch mehr, Szenen die auf Musik reagierten gibt es ebenfalls. Eine nette Spielerei, die mich aber wirklich entspannt bzw. motiviert.

Außerdem gibt es Kombi-Modi, in denen du alle Dynamischen oder Musik-Szenen in der App nacheinander in einer Endlosschleife „abspielen“ kannst. Leider geil 😀

Das bringt mich schon zum nächsten Thema, man kann auch selber Szenen einrichten. Hier kommt übrigens eine Warnung, wenn die Frequenz der Farbwechsel Krampfanfälle auslösen kann. Egal ob Dynamische Szenen, Farbwechsel von statischen Lichtern, Musik-Szenen oder alles in Kombination, deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Fazit

Die Nanoleaf Panels haben mich überrascht. Ja, 200€ sind verdammt viel Geld, aber nicht wenn man es mit Premium Lampen vergleicht. Außerdem sind die Lichter unglaublich Farbenfroh, die Steuerung über HomeKit und die Nanoleaf Szenen sind perfekt und die Auswahl grenzenlos. Die Aktivierung von HomeKit Szenen über das Tippen auf die Panels, macht sie außerdem zu einer art HomeKit-Fernbedienung. Ziemlich cool.

Musikenthusiasten kommen genau so auf ihre Kosten wie Leute wie ich, die ab und zu das Licht am Schreibtisch ändern wollen oder nach einem Wohlbühl-Faktor suchen.
Meiner Meinung nach eine klare Kaufempfehlung für stellen, an denen Lampen keinen sinn machen oder wo man sich lange Zeit aufhält.


Was denkst du? Maßlos überteuert oder vielleicht doch sein Geld wert? Schreib’s mir gerne in die Kommentare!

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About Simon

Hi 👋 ich bin Simon Müller. Gründer des Blogs simon42 & bekennender vollblut- und Berufs-Nerd. Hier schreibe ich ehrlich und mit Leidenschaft über alle Smart Home und Technik Themen, die mir im Leben begegnen oder mich aktuell interessieren. Mein Zuhause wurde bereits von Sprachassistenten übernommen und längst habe ich die Kontrolle über die Anzahl der smarten Geräte verloren 😁 Kaffeespende für den Author

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