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Einsteiger Guide für Home Assistant

Eve Aqua im Test – Bewässerungscomputer für Apple Home & Home Assistant

Der Eve Aqua ist ein smarter Bewässerungscomputer, den du direkt an den Wasserhahn schraubst. 2020 habe ich damit die Bewässerung meines oberen Garten-Stücks automatisiert. Hier findest du meinen Test von damals: welche Alternativen ich mir angeschaut habe, warum ich mich für den Eve Aqua entschieden habe und was mich gestört hat. Weil sich seitdem einiges getan hat, zeige ich dir außerdem, wie du den Eve Aqua heute über Thread in Home Assistant einbindest und dort eine Regenpause baust.

Hinweis (Stand Oktober 2026): Den Eve Aqua gibt es inzwischen mit Thread und Bluetooth. Auf der Produktseite nennt Eve als Plattform nur Apple Home, und in Eves Liste der Matter-Geräte taucht der Aqua nicht auf. Alexa und Google Home gehen damit nicht direkt, Home Assistant schon: über die Integration HomeKit Device (siehe Eve Aqua in Home Assistant). Und weil hier früher noch „Elgato“ stand: Eve Systems ist seit 2018 eine eigenständige Firma (die Marke Elgato ging damals an Corsair) und gehört seit 2023 zu ABB.

Zuletzt aktualisiert am 04.11.2026 um 07:43 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Eve Aqua in Home Assistant

In Home Assistant landet der Eve Aqua über die Integration HomeKit Device (homekit_controller). Die spricht direkt mit dem Gerät, ohne Cloud und ohne Apple-Steuerzentrale. Am bequemsten klappt das mit der aktuellen Version über Thread. Das alte, reine Bluetooth-Modell aus meinem Test von 2020 kann Home Assistant grundsätzlich auch per Bluetooth koppeln, dafür muss der Bluetooth-Empfang von Home Assistant aber bis in den Garten reichen.

Was du brauchst

  • Einen Eve Aqua mit Thread (erkennst du am Thread-Logo auf der Verpackung).
  • Einen Thread Border Router im selben Netzwerk wie Home Assistant. Das kann Home Assistant selbst sein, mit einem Thread-fähigen Funkstick wie dem Connect ZBT-2 (oder ZBT-1 bzw. Home Assistant Yellow) und der App „OpenThread Border Router“. Oder ein Apple-Gerät, das als Border Router arbeitet, zum Beispiel ein HomePod mini.
  • Den HomeKit-Code des Eve Aqua. Der steht auf der Verpackung bzw. der beiliegenden Gerätekarte, also heb die gut auf.
Zuletzt aktualisiert am 04.11.2026 um 07:55 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Weg 1: Über Apple Home koppeln und dann umziehen

Wenn du schon einen HomePod mini oder ein anderes Apple-Gerät als Thread Border Router hast, ist das der einfachste Weg:

  1. Füge den Eve Aqua ganz normal in der Apple Home App hinzu. Dabei tritt er dem Thread-Netz bei.
  2. Entferne ihn danach wieder aus der Home App, aber setz ihn nicht zurück. Beim Zurücksetzen würden die Thread-Zugangsdaten gelöscht, die er für den nächsten Schritt braucht.
  3. Home Assistant findet den Aqua dann über Thread. Unter Einstellungen → Geräte & Dienste taucht er als neu erkanntes Gerät der Integration HomeKit Device auf. Auf „Konfigurieren“ klicken und den HomeKit-Code eingeben.
  4. Auf der Geräteseite siehst du unter „Diagnose“ den Thread-Status. Steht dort Child, Router oder Leader, ist der Aqua im Thread-Netz.

Weg 2: Direkt ins Thread-Netz von Home Assistant

Ohne Apple-Geräte nutzt du das Thread-Netz von Home Assistant selbst:

  1. Richte den OpenThread Border Router ein und prüfe unter Einstellungen → Geräte & Dienste → Thread, dass dieses Thread-Netz als bevorzugtes Netzwerk markiert ist.
  2. Kopple den Eve Aqua zuerst per Bluetooth mit Home Assistant. Das dauert deutlich länger als eine Kopplung übers Netzwerk, also etwas Geduld. Batteriegeräte musst du dafür eventuell per Tastendruck aufwecken.
  3. Auf der Geräteseite findest du unter „Konfiguration“ eine Taste, die die Zugangsdaten des bevorzugten Thread-Netzes an den Aqua überträgt (in der Doku „Provision Preferred Thread Credentials“). Drück sie.
  4. Unter „Diagnose“ sollte sich danach der Thread-Status ändern.

Was du danach in Home Assistant hast

Ventile kommen über HomeKit Device als Schalter-Entität rein, die Bewässerungsdauer als Zahl-Entität. Damit kannst du den Aqua in Automationen ganz normal ein- und ausschalten. Für die Kopplung mit Home Assistant musst du ihn aus Apple Home entfernen. Wenn du ihn trotzdem in der Home App sehen willst, gibst du ihn über die HomeKit-Bridge von Home Assistant wieder an Apple Home weiter, wie in meinem Beitrag zur Home Assistant HomeKit Integration beschrieben. Auf dem gleichen Weg kommt er auch zu Alexa oder Google Home.

Ein Tipp, bevor du umziehst: Schalte die Zeitpläne in der Eve App vorher aus. Der Aqua speichert seine Programme auf dem Gerät und arbeitet sie autonom ab. Läuft zusätzlich eine Automation in Home Assistant, gießt er sonst womöglich doppelt.

Regenpause in Home Assistant

Der große Vorteil von Home Assistant: Du entscheidest selbst, wann gegossen wird, zum Beispiel abhängig von der Wettervorhersage. Hier ein einfaches Beispiel: Jeden Morgen um 5:30 Uhr wird bewässert, außer für heute ist genug Regen angesagt.

alias: Eve Aqua – Bewässerung mit Regenpause
description: Gießt morgens, außer für heute ist genug Regen angesagt
mode: single
triggers:
  - trigger: time
    at: "05:30:00"
conditions: []
actions:
  - alias: Variablen (hier anpassen)
    variables:
      ventil: switch.eve_aqua
      wetter: weather.forecast_home
      dauer_minuten: 20
      regen_grenze_mm: 3
  - action: weather.get_forecasts
    target:
      entity_id: "{{ wetter }}"
    data:
      type: daily
    response_variable: vorhersage
  - variables:
      regen_heute_mm: "{{ vorhersage[wetter].forecast[0].precipitation | float(0) }}"
  - if:
      - condition: template
        value_template: "{{ regen_heute_mm >= regen_grenze_mm }}"
    then:
      - stop: Für heute ist genug Regen angesagt
  - action: switch.turn_on
    target:
      entity_id: "{{ ventil }}"
  - delay:
      minutes: "{{ dauer_minuten }}"
  - action: switch.turn_off
    target:
      entity_id: "{{ ventil }}"

Passe die Werte im ersten Schritt „Variablen (hier anpassen)“ an: die Entität deines Eve Aqua, deine Wetter-Entität, die Dauer in Minuten und ab wie viel Millimetern Regen die Bewässerung ausfallen soll. Die Startzeit stellst du direkt im Auslöser ein. Die Automation liest den ersten Eintrag der Tagesvorhersage, also normalerweise den heutigen Tag. Wie Wetter-Entitäten und Vorhersagen in Home Assistant funktionieren, erkläre ich in Wetter-Daten & Vorhersagen in Home Assistant, und wie du so eine Automation einfügst, im Home Assistant Automation Tutorial.

Stell am Eve Aqua zusätzlich die automatische Abschaltung ein. Falls Home Assistant das Ausschalten mal nicht durchbekommt, macht der Aqua dann trotzdem irgendwann zu.

Wenn du es genauer willst, rechnest du die Wassermenge nicht nur über die Regenvorhersage aus, sondern über die Verdunstung (ETo). Wie das geht, zeige ich dir in Smarte Bewässerungs-Berechnung mit Home Assistant. Dazu passen ein Bodenfeuchtesensor und ein Garten-Dashboard.


Mein Eve Aqua Test (2020)

Ab hier liest du meinen Test von 2020 mit dem damaligen Bluetooth-Modell. Reichweite, App-Funktionen und meine Einschätzungen beziehen sich auf diesen Stand.

Ich war damals schon länger am Überlegen, wie ich die Bewässerung im oberen Garten machen will. Der Wasseranschluss war bereits gelegt und Sprinkler steckten auch schon in der Erde. Nur an der Steuerung hat es lange gehapert, weil ich mich einfach nicht entscheiden konnte. Aber wegen des Sommers musste eine Lösung her, und so habe ich meinen Garten doch noch etwas smarter gemacht.

Eve Aqua Alternativen

Es gibt einige Alternativen zum Eve Aqua. Für mich kamen 2020 zwei andere smarte Bewässerungssysteme infrage, die ich dann doch wieder ausgeschlossen habe. Lies weiter, um zu erfahren, warum 😉

Orbit B-hyve 94990

Homebridge HACS
Wi-Fi Bluetooth
Orbit 21004 B-hyve Smart Hose Faucet Timer with Wi-Fi Hub, Compatible with Alexa*
Orbit 21004 B-hyve Smart Hose Faucet Timer with Wi-Fi Hub, Compatible with Alexa
 Preis: € 171,98 Zu Amazon*
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Zuletzt aktualisiert am 04.11.2026 um 07:02 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Der Orbit B-hyve überzeugte durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine mitgelieferte Bluetooth-WLAN-Brücke, über die sich der Computer auch von unterwegs per App steuern lässt. Dazu kamen tolle Features wie „nicht bewässern, wenn Regen gemeldet ist“ und die Berechnung der benötigten Bewässerungsdauer sowie der optimalen Bewässerungszeit.

Aber das, was man damals aus den Amazon-Rezensionen herauslesen konnte, sprach nicht unbedingt für den B-hyve:

  • US-Hersteller, der Support für deutsche Kunden oder gar auf Deutsch war eher schlecht
  • Die Durchflussrate wurde oft bemängelt
  • Die App erforderte eine Zwangs-Registrierung beim Hersteller
  • Der Empfang der Bluetooth-WLAN-Brücke schien nur sehr begrenzt
  • Die App war für die USA optimiert, nicht für Europa
  • Die Zuverlässigkeit des Gesamtsystems schien verbesserungswürdig

Alles in allem waren mir zu viele negative Rezensionen ins Auge gefallen, von daher habe ich diesen Kollegen wieder aus dem Kopf gestrichen.

Gardena smart Water Control

Zuletzt aktualisiert am 04.11.2026 um 07:43 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Die zweite Alternative war der smarte Bewässerungscomputer von Gardena. Was will man sagen, außer dass es ein renommierter Hersteller ist, dessen Produkte in der Regel einfach funktionieren und eine hervorragende Qualität haben.

Aber was mich wirklich sehr gestört hat:

  • Der Preis war meiner Meinung nach utopisch hoch, da man auch ein Gateway benötigt*
  • Einige Amazon-Rezensionen klagten über Unzuverlässigkeit des smarten Bewässerungscomputers

Für diesen Preis war mir selbst ein Kritikpunkt zu viel, wenn ich ehrlich bin. Insofern blieb eigentlich nur noch der Eve Aqua als Gardena-Alternative übrig 😉

Was mich am Eve Aqua überzeugt hat

Kommen wir zum Pionier der HomeKit-Bewässerungssysteme, dem Eve Aqua. Einige Punkte haben mich 2020 sehr überzeugt:

  • Extrem hochwertige Verarbeitung, wetterfest und lichtbeständig
  • Deutscher Kundensupport
  • Batterien sind im Lieferumfang mit dabei, das Batteriefach ist gut zugänglich und robust
  • Einstellbare automatische Abschaltung, um Überschwemmungen zu vermeiden
  • Steuerung direkt über HomeKit und die Home App
  • Keine Zwangs-Registrierung und keine Cloud
  • Kindersicherung zum Sperren der Bedientaste am Gerät
  • Renommierter Hersteller von HomeKit-Geräten
  • Funktioniert nach der Ersteinrichtung autonom, zum Betrieb sind weder Internet noch Bluetooth-Empfang nötig
  • Kontinuierliche Verbesserung der Firmware und der Eve App
  • Ist mit dem Gardena 6-Wege-Verteiler* kompatibel

Klingt gut, oder? Aber nicht so schnell, alles war dann doch nicht so perfekt. Das Modell von 2020 setzte zur Steuerung auf Bluetooth. Deshalb war die Reichweite eingeschränkt (circa 20 m zum HomePod), und du hast wahrscheinlich einen Eve Extend* gebraucht, wenn du den Bewässerungscomputer auch von drinnen per Siri steuern wolltest. Das war aber immer noch billiger als das Gardena-Set. Bei der heutigen Thread-Version übernimmt das Thread-Netz diese Aufgabe: Geräte mit Netzteil können darin als Router arbeiten und die Reichweite verlängern.

Außerdem brauchtest du zur Steuerung von unterwegs eine Steuerzentrale wie einen HomePod oder ein Apple TV. Das lag aber an HomeKit und nicht direkt an Eve. Obendrein war der Eve Aqua nur mit iOS-Geräten kompatibel. Für Android-Nutzer war diese Lösung also nichts, heute geht das über den Umweg Home Assistant.

Eine Anbindung an Google Assistant oder Alexa gab es nicht, für manche bestimmt ein großes Manko. Den Umweg über Homebridge, den ich hier früher beschrieben habe, empfehle ich nicht mehr. Wenn du den Aqua in Home Assistant hast, gibst du ihn von dort an Alexa oder Google Home weiter.

Zudem mindert das Ventil den Druck vom Anschluss bzw. Schlauch, aber das Problem mit der Flussrate hat fast jeder Bewässerungscomputer. Ich habe dazu getestet, wie lange es dauert, 10 Liter Wasser aus dem Anschluss zu lassen:

Ohne Eve AquaMit Eve Aqua
32,97 Sekunden40,23 Sekunden
In meinem Fall benötigt die gleiche Wassermenge aus dem Eve Aqua 22 % länger. Um den Wasserverbrauch zu kalibrieren, solltest du also erst messen, wenn das Produkt bereits angeschlossen ist.

Zusammenfassend war die Apple-HomeKit-Bewässerung mit dem Eve Aqua damals nichts für Android-Nutzer, aber für das Reichweitenproblem gab es eine Lösung. Deshalb habe ich mich für diesen intelligenten Bewässerungscomputer entschieden.

Die Installation

Die erste Inbetriebnahme ist sehr einfach: Batterie einlegen, Computer auf den ¾-Zoll-Wasserhahn aufdrehen und den Gartenschlauch aufstecken, fertig.

Eve Aqua angeschlossen am Doppel-Wasserhahn
Der Eve Aqua angeschlossen an meinem Doppel-Wasserhahn* mit (3/4 Zoll) Gewinde. Mit dem Knopf vorne an der Gerätefront lässt sich die Bewässerung grundsätzlich auch manuell starten bzw. stoppen.

Bei mir hat der Eve Aqua nach dem handfesten Aufschrauben nicht getropft und war sofort für den großen Einsatz bereit.

Am anderen Ende des Gartenschlauchs habe ich einen Gardena 6-Wege-Verteiler* angeschlossen. Mehr dazu gleich.

Einrichtung in der Eve App auf dem Smartphone

Das Hinzufügen des Geräts zu Apple HomeKit ist ebenfalls sehr einfach:

  1. Entweder in der Eve App oder in der Home App mit dem Plus-Symbol oben rechts ein neues Gerät hinzufügen
  2. Den Code auf der Verpackung oder der beiliegenden Gerätekarte scannen
  3. Schon wird die Verbindung zum iPhone hergestellt und du kannst den Eve Aqua nutzen

Damit ist der smarte Bewässerungscomputer eingerichtet. Aber erst mal ein paar Worte zum 6-Wege-Verteiler.

Eve Aqua mit Gardena-Wasserverteiler betrieben

Wie gesagt habe ich in meinem Garten einen Gardena 6-fach-Verteiler* am Eve Aqua angeschlossen. Warum? Der Wasserdruck reicht gerade so für die Rasensprenger, aber neben dem Rasen sollten auch das Gemüsebeet und zwei Blumenbeete über Sprenger bewässert werden.

Daher müssen diese jeweils über einen separaten Kreislauf bewässert werden, die ich mit dem 6-fach-Verteiler ansteuere. Außerdem kann ich so über die Zeitpläne bestimmen, wie viele Minuten jeder Wasserkreislauf aktiv sein soll 🙂

Eve Aqua angeschlossen an Gardena 6-Fach Verteiler
In meinem Fall war das Verlegen des Schlauchs zum Verteiler problemlos möglich, du kannst den Verteiler aber zum Beispiel auch direkt unter den Bewässerungs-Kumpel stellen. War hier eine rein gestalterische Entscheidung 😉

Dieser 6-Wege-Verteiler braucht keinen Strom, da er rein mechanisch funktioniert. Das bedeutet: Sobald der Wasserfluss aufhört und vorher mindestens 30 Sekunden gelaufen ist, schaltet der Verteiler auf den nächsten freigeschalteten Ausgang.

Gardena 6-Fach Verteiler Ausgang 1
Wenn nun das Wasser aufgedreht würde, wird der Ausgang 1 gespeist. Sobald der Wasserfluss stoppt, springt der Verteiler auf den Ausgang 2. Das funktioniert sehr zuverlässig.

Wenn du überlegst, ob du auch so einen Verteiler zwischenschalten solltest, bedenke bitte, dass du mindestens zwei Ausgänge anschließen musst. Ausgang 3 bis 6 kannst du bei Bedarf mit einem Hebel „anschalten“, aber 1 und 2 sind immer aktiv. Maximal sechs Kreisläufe können an das Bewässerungssystem angeschlossen werden.

Anfangs hatte ich übrigens das Problem, dass der Verteiler an den Ausgängen tropft. Ich vermute, dass sich erst das Schmierfett in der Mechanik verteilen musste, denn danach hat er die Ausgänge komplett leckfrei geschaltet.

Konfiguration des Eve Aqua für die Bewässerungssteuerung

Okay, jetzt aber genug vom Verteiler, zurück zum Eve Aqua. Wir müssen erst mal einstellen, wann wie lange gegossen werden soll. Für die Konfiguration der Bewässerungsprogramme gehst du so vor:

  • Öffne die Eve App
  • Tippe unten auf Räume
  • Wähle den Raum (z. B. Garten), dem der Eve Aqua zugewiesen wurde
  • Tippe auf den Eve Aqua. Bitte nicht auf Ein, sonst wird’s nass 😉
  • Tippe unten rechts bei Zeitplan auf das Zahnrad
Eve Aqua in Räumen der Eve App suchen
Eve Aqua Zeitplan einstellen

Für die Zeitpläne müssen wir kurz zwei Begriffe klären:

Ein Programm ist für den Eve Aqua eine Abfolge von Bewässerungen, die an einem bestimmten Tag der Woche ausgeführt wird. Ein Tag kann nur ein Programm haben.

Eine Bewässerung ist eine festgelegte Dauer der Ventilöffnung mit einem bestimmten Startzeitpunkt.

Gut, jetzt, da das klar ist, kannst du dir dein erstes Programm erstellen, das beliebig viele Bewässerungen haben kann:

  • Tippe auf „Programm hinzufügen“ und wähle die Tage, an denen das Programm laufen soll
  • Schon kannst du die Bewässerungen mit dem kleinen Plus erstellen
Eve Aqua Bewässerung hinzufügen

Wenn du nur einen Wasserkreislauf steuern willst, hast du natürlich auch nur eine Bewässerung in deinem Programm. Wenn du, wie ich, einen 6-Wege-Verteiler angeschlossen hast, hast du für jeden Ausgang eine Bewässerung mit einer Minute Pause dazwischen.

Als letzter Tipp zu den Programmen: Keep it simple! Fang mit einem Programm an und teste, ob das für dich (oder wohl eher für deinen Garten) ausreicht. Ich sehe ehrlich gesagt nur sehr wenige Anwendungsfälle für verschiedene Programme, außer zum Beispiel am Wochenende später zu bewässern.

Bewässerung bei Regen pausieren (Apple Home, Stand 2020)

Eine Sache hat mir anfangs Kopfzerbrechen bereitet: Wie pausiere ich das Sprengen bei Regen? In der Eve App konntest du dir Kurzbefehle erstellen lassen, um die Bewässerung heute oder heute und morgen auszusetzen, und dazu passende Szenen für die Home App.

Damit das automatisch passiert, brauchte es 2020 allerdings Umwege über Homebridge-Wetter-Plugins oder Kurzbefehl-Apps. Die empfehle ich heute nicht mehr. Deutlich einfacher geht das inzwischen mit der Regenpause in Home Assistant weiter oben.

Fazit zum Eve Aqua

2020 habe ich hier geschrieben: Ich habe ihn echt lieben gelernt und es keinen Tag bereut. Das Reichweitenproblem der Bluetooth-Version war ärgerlich, ließ sich aber mit dem Eve Extend lösen. Überzeugt haben mich vor allem die Möglichkeit, die Bewässerung über eine HomeKit-Szene auszusetzen, die hervorragende Verarbeitung, die Unterstützung des 6-Wege-Verteilers und die ständige Weiterentwicklung.

Heute sieht die Lage so aus: Mit Thread und einem Border Router sollte das Reichweitenthema deutlich entspannter sein als beim alten Bluetooth-Modell. Wenn du Apple Home nutzt, passt der Aqua weiterhin direkt. Alexa und Google Home unterstützt er nicht direkt, in Home Assistant läuft er über HomeKit Device lokal, und dort baust du dir die Regenpause so, wie du sie brauchst.


Andere Geräte von Eve

Viele Eve-Geräte unterstützen inzwischen Matter über Thread. Die bindest du in Home Assistant über die Matter-Integration ein und kannst sie parallel in Apple Home, Alexa oder Google Home nutzen. Zwei Beispiele:

Weitere Geräte für Apple Home findest du in meiner HomeKit-Geräteübersicht.

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Der Kopf hinter dem YouTube-Kanal simon42. Schreibt hier ehrlich und leidenschaftlich über Smart Home und Technik Themen, denn das Zuhause wurde bereits von Sprachassistenten übernommen und die Kontrolle abgegeben 😁

8 Kommentare zu „Eve Aqua im Test – Bewässerungscomputer für Apple Home & Home Assistant“

  1. Mist. Jetzt habe ich das Teil von Gardena gekauft und komme hier an, weil die Reichweite des Bluetooth Empfängers dadrin unter aller Würde ist – keine 3 meter. Kenn jemand einen Bluetooth extender, sonst muss ich es wohl zurück geben. Ich habe einen Homeassistant, könnte also auch dort ein Gerät steuern. Danke!

    Antworten
  2. Ich habe hier noch einen Aqaara HomeKit Hub für einige andere sensoren.
    Für den habe ich mir jetzt mal den Xiaomi Mi Home Flower Care Sensor bestellt, mal sehen ob der über den Aqara Hub im EVE mit auftaucht. 😉

    Antworten
  3. Genau das was wir gesucht haben.
    Das EVE Aqua macht bei uns die Bewässerung aber der Druck ist nicht ausreichend.

    Das Gardena Teil hatten wir gar nicht aus dem Schirm.

    Genialer Test.

    Danke Andreas

    Antworten
    • Hi Andreas,
      danke für dein Kommentar. Freut mich zu hören, dass dir mein Review vom Eve Aqua geholfen hat 😉

      Das mit dem Wasserdruck ist eine sehr gute Idee, ich werde den bei Gelegenheit mal messen und mit in den Test aufnehmen ?‍?

      Hast du mal versucht, ob man den Filter der am „Einlass“ des Eve Aqua Sitzt, herausnehmen kann? Ich könnte mir vorstellen, dass dann der Wasserdruck etwas höher wird.

      LG
      Simon

    • Wir hatten jetzt einen Viereckregner und vier Kreisregner an einem EVE hängen, das war das Maximum was ging, einen Verbraucher mehr und die Kreisregner drehten sich nicht mehr.

      Im EVE habe ich noch nix gefummelt, hatten den vorm Urlaub schnell in Betrieb genommen.
      Morgen kommt der Gardena-Verteiler, den hat ja jetzt selbst EVE als sinnvolle Ergänzung im Blog genannt.

      Da hast du ne gute Wahl getroffen. 😉

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